Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stanley: Investmentbanker bekommen weniger Geld

Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stanley: Investmentbanker bekommen weniger Geld

, aktualisiert 22. Juli 2016, 12:17 Uhr
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Müssen sich die Investmentbanker jetzt etwa einschränken?

Quelle:Handelsblatt Online

Drei der größten Investmentbanken der Wall Street haben die Vergütung für ihre Mitarbeiter im ersten Halbjahr stark zusammengestrichen. Seit mindestens vier Jahre verdienten die Banker im Schnitt nicht mehr so wenig.

New YorkGoldman Sachs, JP Morgan und Morgan Stanley haben die Geldsumme, die sie für die Vergütung ihrer Mitarbeiter im ersten und im zweiten Quartal zur Seite gelegt haben, deutlich gesenkt. Um 17 Prozent – auf damit 19 Milliarden Dollar – gingen die Rücklagen zurück, wie aus Pflichtmitteilungen der Finanzdienstleister hervorgeht, die vom Finanzdienstleister Bloomberg ausgewertet wurden. Dahinter stehen die Bemühungen der Banken, mehr Gewinn zu machen.

Die 19 Milliarden Dollar sind ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum vergangenen Jahr. Damals hatten die Investmentbankenbereiche der drei Konzerne die Vergütungssumme für das erste Halbjahr noch um 4 Prozent auf 22,9 Milliarden Dollar angehoben.

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Goldman Sachs ging bei den Reduzierungen am stärksten vor. Die Bank senkte die Summe, die für die Vergütung der Mitarbeiter bis zum 30. Juni zur Seite gelegt wurde, um 28 Prozent auf 5,99 Milliarden Dollar. Morgan Stanley verkleinerte den Pool um 14 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar, während JP Morgan ihn um 6 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar beschnitt. Citigroup und Bank of America veröffentlichen keine Daten dazu, wie viel Geld sie für die Vergütungen innerhalb ihrer Investmentbankenbereiche zurücklegen.

Die großen Banken hatten sich zuletzt darauf konzentriert, die Kosten zu senken – während Turbulenzen an den Märkten einige Investoren zum Rückzug bewegte und Übernahmen weniger attraktiv machten. Zudem drücken dauerhaft niedrige Zinsen und eine strengere Regulierung auf die Erträge. Zwar hatten JP Morgan und Goldman Sachs einen Anstieg ihrer Handelserträge im ersten Halbjahr verzeichnet. Doch andere Bereiche des Investmentbanking – etwa Konsortialgeschäft und Beratung bei Fusionen und Akquisitionen – hinkten sie hinterher.

Morgan Stanley verringerte in den ersten sechs Monaten die Anzahl der Mitarbeiter um 2 Prozent und kam damit zum 30. Juni auf insgesamt 54.529 Personen. Keiner der Wettbewerber strich so viele Jobs. Die Bank hatte die Bereiche Rohstoffe und Bonds-Handel verkleinert. Unter den fünf größten Wall-Street-Banken war Morgan Stanley die einzige, die im jüngsten Quartal im gesamten Wertpapierhandelsgeschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum keinen Anstieg verzeichnete. Zwar können größere Stellenstreichungen für die verbleibenden Mitarbeiter zu einer höheren Vergütung führen. Doch die starke Verkleinerung des Pools für die ersten sechs Monate des Jahres bedeutet, dass auch der Umfang der Vergütung pro Mitarbeiter zurückgegangen ist, die Auswertung von Bloomberg.

Bei Goldman Sachs schrumpfte die durchschnittliche Vergütung pro Person im ersten Halbjahr um 29 Prozent auf 168.650 Dollar. Bei Morgan Stanley ging es um 12 Prozent abwärts auf 140.865 Dollar. Etwas geringer fiel der Einschnitt im Investmentbankenbereich von JPMorgan aus. Hier sank die Vergütung um 3,7 Prozent auf 109.069 Dollar. Bei allen drei Banken zusammengenommen sank die Vergütung im Durchschnitt um 16 Prozent auf 137.750 Dollar. Für die Berechnungen wurde die Größe der Pools durch die Anzahl der Mitarbeiter geteilt. Die Vergütung einzelner Mitarbeiter kann allerdings stark von den Durchschnittswerten abweichen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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