Griechenland und Co. : IWF ändert Kreditregeln für hochverschuldete Länder

Griechenland und Co. : IWF ändert Kreditregeln für hochverschuldete Länder

, aktualisiert 30. Januar 2016, 13:20 Uhr
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Die IWF-Chef steht unter Druck: Die Regeln für hochverschuldete Staaten werden nun gelockert.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Internationale Währungsfonds erwägt Verlängerung von Laufzeiten kurzfristiger Schulden. Das käme unter anderem Griechenland zugute. Der schwierige Rettungsversuch gab auch den Ausschlag für die Änderung.

WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Regelungen für die Kreditvergabe an hochverschuldete Länder wie etwa Griechenland überarbeitet. Statt eine Restrukturierung von Staatsanleihen zu erzwingen, könnten künftig auch die Laufzeiten kurzfristiger Schulden verlängert werden, erklärte der IWF am Freitag. Damit solle vermieden werden, dass sich die Schuldenkrise weiter verschärfe.

Nach den neuen Regeln könnte der IWF auch dann finanziell eingreifen, wenn andere Gläubiger dem hochverschuldeten Land ausreichend Geld zur Verfügung stellen, dass es wieder auf die Beine kommt und sicherstellen, dass der Kredit des IWF zurückgezahlt wird.

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Der IWF zieht damit seine Konsequenzen aus der wenig erfolgreichen Rettung Griechenlands im Jahr 2010, als die Gläubiger aus Furcht vor einer Ausweitung der Krise auf eine Restrukturierung von Anleihen verzichtet hatten. Diese "systemische Ausnahme" habe sich bei der Krisenbekämpfung nicht bewährt und überdies „erhebliche" Kosten für den IWF und Mitgliedstaaten verursacht, heißt es jetzt in dem IWF-Bericht.

Athen hatte sich mit den internationalen Gläubigern nach schwierigen Verhandlungen im vergangenen Juli auf ein drittes Kreditpaket von 86 Milliarden Euro über drei Jahre geeinigt. Im Gegenzug verpflichte sich die Regierung von Alexis Tsipras, die damit verbundenen Sparauflagen und Maßnahmen zu erfüllen.

Quellle:  Handelsblatt Online
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