Großbritannien: Die Wirtschaft auf der Insel verliert an Schwung

Großbritannien: Die Wirtschaft auf der Insel verliert an Schwung

, aktualisiert 05. April 2017, 16:03 Uhr
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Die britische Wirtschaft spürt zunehmend die Auswirkungen des Brexit-Votums.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Beschäftigungsaufbau in Großbritannien war im März so schwach wie seit sieben Monaten nicht mehr. Die Preise der Service-Firmen stiegen so stark wie zuletzt 2008. Dies deutet auf eine erhöhte Inflation 2017 hin.

LondonDie britische Wirtschaft büßt Tempo ein und spürt zunehmend die Folgen des Brexit-Referendums. Der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister stieg zwar im März überraschend auf 55,0 Punkte von 53,3 Zählern und signalisiert mit mehr als 50 Punkten weiter Wachstum, wie am Mittwoch aus einer Umfrage des Instituts IHS Markit hervorgeht. Allerdings zeigten sich auch einige Warnsignale. Denn der Beschäftigungsaufbau war so schwach wie seit sieben Monaten nicht mehr und die Preise der Service-Firmen stiegen so stark wie zuletzt 2008. Dies deutet daraufhin, dass die Inflation 2017 mehr als drei Prozent zulegen dürfte und damit die Kaufkraft der Verbraucher schmälert.

Nach den Umfragen zur Industrie, zu den Dienstleistern und zum Bau erwarten die Markit-Ökonomen für das ersten Quartal nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent in Großbritannien. Ende 2016 hatte die Konjunktur noch mit 0,7 Prozent zum Vorquartal zugelegt. Die britische Regierung hat jüngst bei der EU die Scheidung eingereicht. Nach zweijährigen Verhandlungen soll der Brexit dann über die Bühne gehen.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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