Hälfte des Grundkapitals ist weg: Wertpapierhändler Schnigge braucht frisches Kapital

Hälfte des Grundkapitals ist weg: Wertpapierhändler Schnigge braucht frisches Kapital

, aktualisiert 03. Januar 2017, 17:13 Uhr
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Der Wertpapierhändler Schnigge schreibt seit drei Jahren rote Zahlen und rechnet auch für 2016 mit Verlusten.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Düsseldorfer Wertpapierhändler Schnigge braucht 1,4 Millionen Euro frisches Eigenkapital. Auch die Ausgabe von Anleihen ist geplant. Die Aktie stürzte nach der Mitteilung des Unternehmens ab.

FrankfurtDen Großteil des benötigten Kapitals soll Schnigge-Chef Florian Weber beisteuern, wie Schnigge am Dienstag mitteilte. Weber hatte im Dezember 92,35 Prozent an dem Unternehmen vom bisherigen Großaktionär Augur Capital übernommen. Die Turbulenzen um eine gerade noch abgewendete Insolvenz im Oktober hätten zum Verlust eines großen Teils des operativen Geschäfts geführt. Damals war ein großer Handelspartner aus Großbritannien seinen Verpflichtungen erst mit großer Verzögerung nachgekommen.

Die Schnigge Wertpapierhandelsbank AG habe die Hälfte ihres Grundkapitals verloren, erklärte das Unternehmen. Um die Finanzlücke zu stopfen, sei neben der Kapitalerhöhung auch die Ausgabe von Anleihen geplant, die als Ergänzungskapital gelten. Die neuen Aktien sollen zum Nennwert von einem Euro begeben werden. An der Düsseldorfer Börse stürzten die Papiere am Dienstag um fast 25 Prozent auf 94 Cent ab.

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Schnigge betreut als Skontroführer die Orderbücher für viele Aktien an deutschen Börsen, unter anderem in Frankfurt und Düsseldorf, und ist damit für die Feststellung der Kurse im Parketthandel zuständig. Der Wertpapierhändler schreibt seit drei Jahren rote Zahlen und rechnet auch für 2016 mit Verlusten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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