Halbjahreszahlen: Deutsche Bank macht 466 Millionen Euro Gewinn nach Steuern

Halbjahreszahlen: Deutsche Bank macht 466 Millionen Euro Gewinn nach Steuern

, aktualisiert 27. Juli 2017, 07:25 Uhr
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Das Frankfurter Geldhaus ist die größte deutsche Privatbank.

von Felix HoltermannQuelle:Handelsblatt Online

Die Deutsche Bank legt ihre Halbjahreszahlen vor: Im zweiten Quartal 2017 steigt der Überschuss von 575 Millionen Euro auf.

DüsseldorfAnalysten hatten im Vorfeld gedämpfte Erwartungen geäußert. Dafür sorgte der stellvertretende Vorstandschef Marcus Schenck höchstpersönlich. „Das war kein Quartal, in dem es gebrummt hat“, hatte der Manager erst kürzlich zum Abschneiden der Bank im Frühjahrsquartal gesagt. Der Anschluss an die Konkurrenz aus Übersee lässt damit weiter auf sich warten. Bei den US-Banken läuft die Geldmaschine wieder, die Ergebnisse im zweiten Quartal waren erfreulich.

Allerdings litten die US-Banken unter dem stark nachlassenden Handelsgeschäft. Da die Volatilität der Märkte im zweiten Quartal deutlich nachgelassen hat, die Anleger also weniger mit Aktien und anderen Wertpapieren handelten, sanken die Gebühren der Banken auf breiter Front. Goldman Sachs verzeichnete ein deutliches Minus von 40 Prozent, Morgan Stanley von moderaten vier Prozent. Auch die Deutsche Bank hat das nachlassende Handelsgeschäft im zweiten Quartal getroffen, wie die Halbjahreszahlen zeigen.

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Bei einer anderen Baustelle kommt die Bank hingegen voran. Am Mittwochabend hatte das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfahren, dass die Deutsche Bank im Streit um einbehaltene Boni kurz vor einer Einigung mit zehn ehemaligen Vorständen und einem amtierenden steht. Am Donnerstag solle der Aufsichtsrat über einen entsprechenden Vorschlag beraten, so ein Insider. Eine Einigung würde alle Manager umfassen, mit denen die Bank verhandelt hatte. Die Deutsche Bank wollte die Informationen nicht kommentieren.

Aufsichtsratschef Paul Achleitner hatte auf der Hauptversammlung im Mai bereits Fortschritte in der Angelegenheit angedeutet. „Wir befinden uns in konstruktiven Gesprächen mit den seinerseits amtierenden Vorstandsmitgliedern, ob diese freiwillig zur Leistung eines wesentlichen finanziellen Beitrags bereit sind. Nach Erwartung des Aufsichtsrates wird es hierzu in den nächsten Monaten eine Regelung geben, die einen wesentlichen Finanzbeitrag der Betroffenen sicherstellt“, hatte er auf dem Aktionärstreffen gesagt.

Im ersten Quartal 2017 hatte die Deutsche Bank noch einen Gewinn nach Steuern von 575 Millionen Euro verkündet, im Schlussquartal 2016 hatte der Überschuss nur bei 236 Millionen Euro gelegen. Das Vorsteuerergebnis war im ersten Quartal des Jahres um 52 Prozent auf 878 Millionen Euro geklettert. Nach Steuern stand im April ein Gewinn von 575 Millionen Euro zu Buche.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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