Handelsblatt Jobturbo: Wende bei den Ingenieur-Jobs

Handelsblatt Jobturbo: Wende bei den Ingenieur-Jobs

, aktualisiert 31. März 2016, 10:30 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Das Jobangebot für Ingenieure ist im vergangenen Jahr geschrumpft. Mit dem Frühjahrsbeginn melden die Stellenbörsen nun wieder einen Aufwärtstrend. Wer profitiert davon?

KölnJobsicherheit, exzellente Karrierechancen und Top-Gehälter - Ingenieure haben es leicht. Die Berufs- und Arbeitsplatzfluktuation ist laut Branchenverband VDI im Vergleich zu anderen Berufsgruppen klein. Mitarbeiter bleiben in den von ihnen gewählten Unternehmen.

Im vergangenen Jahr hat das Jobangebot für Ingenieure jedoch merklich geschwächelt. Auch wenn das Berufsfeld nach wie vor einen großen Teil des gesamten Stellenmarkts abdeckt, so verbucht das Ingenieurwesen für 2015 Stelleneinbußen in Höhe von rund fünf Prozent. Und das fast quer durch sämtliche Fachrichtungen.

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Mit Beginn des neuen Jahres klettert die Anzahl freier Stellen aber wieder merklich nach oben. So zeigt die Job-Statistik des Handelsblatt-Jobturbos den stärksten Februar seit dem Jahr 2012 (vgl. Grafik Arbeitsmarkt für Ingenieure). Der Jobturbo durchforstet für Bewerber und Wechselwillige sämtliche Stellenanzeigen der großen (Online-) Jobbörsen, Zeitungen und Special-Interest-Portale.

Bereits für das letzte Quartal im Jahr 2015 meldete der Ingenieurmonitor des VDI und des IW (Institut der Deutschen Wirtschaft) steigende Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt. Das IW spricht von konstant hoher Nachfrage nach Ingenieuren bis zum Jahr 2020.


Wer profitiert?

Top-Fachgebiete sind nach wie vor Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Elektrotechnik und besonders Energie- und Umwelttechnik. Ressourcen- und Energieeffizienz sowie gesellschaftliche Trends wie Elektromobilität müssen mit technischem Know-how angegangen und gelöst werden.

Die größten Jobchancen bietet aktuell der Bausektor. Ein Grund dafür ist beispielsweise die Wohnungsnot in Ballungsräumen. Neue Konzepte im Wohnungsbau, wie die Nachverdichtung in Großstädten müssen umgesetzt werden. Der öffentliche Bau zieht ebenso an. Nicht zuletzt hat auch die Digitalisierung die Baubranche erreicht und auch sie muss sich auf digitale Prozesse und Workflows einstimmen. Dafür bedarf es Fachkräfte.

Personaldienstleister Adecco gibt an, dass der Bedarf an Bauingenieuren besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen stark gewachsen sei. „Auch in Bremen (+39 Prozent), Brandenburg (+33 Prozent), Berlin und Hamburg (jeweils + 15 Prozent) wurden wegen des erhöhten Bedarfs an Wohnraum mehr Ingenieure gesucht“, berichtet Adecco-CEO Thomas Bäumer. Im Saarland und in Schleswig-Holstein dagegen ist das Arbeitsplatzangebot gesunken. Basis der Auswertung sind 198 Printmedien und Online-Jobbörsen.

Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Bauindustrie bescheinigt Bauingenieuren ebenso sehr gute Berufsaussichten. So habe sich die Absolventenzahl in diesem Bereich zwar seit 2007 positiv entwickelt, die Abbrecherquote liege allerdings bei 50 Prozent. Außerdem ziehe es nicht alle Absolventen in die Unternehmen, sondern auch in Ingenieurbüros oder in die öffentliche Verwaltung.

Quelle:  Handelsblatt Online
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