Hannover Leasing: Helaba will Fondsgesellschaft verkaufen

Hannover Leasing: Helaba will Fondsgesellschaft verkaufen

, aktualisiert 09. September 2016, 13:47 Uhr
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Die Helaba, die den Verkauf selbst organisiert, hält 49,34 Prozent an Hannover Leasing, die Hessisch-Thüringische Sparkassen-Beteiligungsgesellschaft (HTSB) 48 Prozent. Der Rest gehört ehemaligen Managern von Hannover Leasing.

Quelle:Handelsblatt Online

Helaba-Chef Herbert Hans Grüntker will das Geschäftsmodell der Landesbank verschärfen. Nun zieht er Konsequenzen und verkauft die Tochter Hannover Leasing, die den Frankfurtern schon länger keine Freude mehr bereitet.

FrankfurtDie Helaba und die Sparkassen in Hessen und Thüringen wollen ihre schwächelnde Tochter Hannover Leasing loswerden. Das Unternehmen, das geschlossene Immobilien-, Flugzeug- und Infrastrukturfonds vertreibt, soll bis Mitte nächsten Jahres verkauft werden, wie die Frankfurter Landesbank am Freitag mitteilte. Die Nachfrage von Privatkunden nach geschlossenen Fonds sei branchenweit spürbar zurückgegangen. Zudem hätten sich die regulatorischen Rahmenbedingungen verschärft. „Daher hat die Helaba entschieden, dass die Hannover Leasing nicht mehr zum Kerngeschäft zählt.“

Der seit knapp einem Jahr amtierende Helaba-Chef Herbert Hans Grüntker hatte angekündigt, das Geschäftsmodell der Landesbank zu schärfen und stärker als in der Vergangenheit Schwerpunkte zu setzen. Die Hannover Leasing, bei der die Helaba 1996 eingestiegen ist, bereitet den Frankfurtern schon länger keine Freude mehr.

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Die Struktur der Firma sei extrem komplex und für eine Bank schwer zu handhaben, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Auch die Ergebnisentwicklung sei enttäuschend. „Der Markt hat sich seit der Finanzkrise völlig gedreht – und seitdem nicht mehr erholt“, erklärte der Insider. Die Produkte seien nur etwas für ein „sehr schmales Klientel“, das die Fonds als Portfoliobeimischung nutze. Ein hoher Verkaufspreis sei folglich nicht zu erwarten.

Die Hannover Leasing, die in Pullach bei München sitzt und knapp 170 Mitarbeiter beschäftigt, äußerte sich dazu nicht. Sie verwaltet Vermögenswerte von 14 Milliarden Euro, mehr als die Hälfte davon sind in Immobilien investiert. Helaba-Vize-Chef Thomas Groß zeigte sich deshalb zuversichtlich, einen Käufer zu finden, der vor allem dem institutionellen Geschäft eine Perspektive bietet und die Bestandsfonds „verantwortungsvoll“ fortführt. „Aufgrund der anhaltenden Stärke der Immobilienmärkte ist der Zeitpunkt für einen Verkauf der Hannover Leasing mit ihrer ausgewiesenen Immobilienexpertise günstig.“

Die Helaba, die den Verkauf selbst organisiert, hält 49,34 Prozent an Hannover Leasing, die Hessisch-Thüringische Sparkassen-Beteiligungsgesellschaft (HTSB) 48 Prozent. Der Rest gehört ehemaligen Managern von Hannover Leasing.

Quelle:  Handelsblatt Online
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