Hannover Messe: Die Show der Superlative

Hannover Messe: Die Show der Superlative

, aktualisiert 20. April 2016, 14:22 Uhr
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Auf der Industriemesse präsentiert Schaeffler ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori: die Werkzeugmaschine 4.0. Die voll vernetzte Maschine stellt, ausgehend von sensorisierten Schaeffler-Komponenten sowie einer Cloud-basierten Software und Auswerteeinheit, einen konkreten Schritt in Richtung digitalisierte Produktion dar - lassen sich doch die Erfahrungen aus diesem Projekt auch auf andere Maschinen und Anlagen übertragen.

Auf der Sonderschau Predictive Maintenance 4.0 demonstriert Schaeffler mit dem Antriebsstrang 4.0 in Live-Vorführungen, welchen Mehrwert aus Unternehmenssicht die Cloud-basierten Services bieten können.

von Martin WocherQuelle:Handelsblatt Online

Rund 5.000 Aussteller kommen zur weltgrößten Industrieschau nach Niedersachsen, über 400 allein aus dem Partnerland USA. Das Kräftemessen zwischen Deutschland und den amerikanischen Firmen wird hier stattfinden.

DüsseldorfDie Hannover Messe sprengt in diesem Jahr alle bislang gekannten Dimensionen öffentlicher Aufmerksamkeit. Das hat viel mit dem Partnerland USA zu tun und dem Besuch des US-Präsidenten Barack Obama am kommenden Sonntag und Montag, wenn er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die größte Industrieschau der Welt eröffnen wird.

Es liegt aber auch am Leitthema der diesjährigen Messe: „Integrated Industries – Discover Solutions“. Denn über die Digitalisierung der industriellen Produktion wird schon seit Jahren diskutiert und in vielen Modellprojekten wird geprobt, was möglich ist. Doch erstmals sollen in Hannover über 100 digitale Lösungen rund um das Thema digitale Vernetzung und deren praktische Einsatzmöglichkeiten in den Fabrikhallen der Welt gezeigt werden. „Damit treffen wir den Nerv der Aussteller und der Besucher“, sagte am Mittwoch der für die Hannover Messe verantwortliche Vorstand Jochen Köckler. „Denn die Zukunft der Industrie liegt in der Vernetzung.“

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Rund 5.200 Aussteller aus 75 Ländern haben ihr Kommen bislang zugesagt, das sind 400 mehr als bei der vergleichbaren Veranstaltung von zwei Jahren. Dabei steigt die Internationalisierung der Messe: 58 Prozent der ausstellenden Firmen kommen aus dem Ausland. Die meisten schickt mit 600 Unternehmen China, die USA nehmen mit 465 Ausstellern Platz zwei ein, danach folgen Italien und die Türkei. Deutschland stellt traditionell das Gros der nach Hannover kommenden Firmen – zwei Drittel der Ausstellungsfläche nehmen Siemens & Co. ein. Der Zuspruch der US-Firmen ist ein Erfolg für die Messemacher, denn in normalen Zeiten interessieren sich allenfalls zwischen 80 und 100 Unternehmen aus den Vereinigten Staaten für einen Auftritt in Hannover.

Doch die Zusage von Barack Obama, selbst nach Niedersachsen zu reisen, stellt alles auf den Kopf. So bringt der US-Präsident mit Anthony Foxx (Verkehr), Ernest Moniz (Energie) und Penny Pritzker (Handel) drei Minister zur Weltleitmesse (25.-29. April) mit. Köckler: „Das „Who is Who“ der amerikanischen Industrie ist hier als Aussteller und mit ihren Top-Managern vertreten.“ Darunter finden sich ein Großteil der amerikanischen Industrie- und IT-Schwergewichte: GE ist da, aber auch Intel und Microsoft, Cisco und Honeywell, um nur einige zu nennen.


"Das Kräftemessen wird hier stattfinden"

Das Aufeinandertreffen von US- und deutschen Unternehmen verspricht interessant zu werden. Schließlich sind beide Länder Treiber der Digitalisierung der Industrie. Die Deutschen dank ihrer hochmodernen Maschinen und Anlagen, aber auch ihrer Automatisierungs- und Steuerungskompetenz, die Amerikaner mit ihrem Know-how bei der Analyse von Massendaten und der Fertigkeit, daraus neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. „Wir wollen in Hannover das Beste aus beiden Welten zusammenbringen. Das Kräftemessen wird hier stattfinden.“

Die Vernetzung der Industrie in allen ihren Produktionsstationen ist das Hauptthema der diesjährigen Hannover Messe. Dazu gesellen sich aber weitere Schwerpunkte: Einer wird die vorausschauende Wartung sein, bei der bestimmte Maschinenteile den Betreiber schon vor einem Ausfall auf Schwachstellen hinweisen.

Ein besonderes Thema wird diesmal der Bereich Energie sein. „Die Energiewende verändert sich“, erklärte Andreas Kuhlmann, der Geschäftsführer der Deutschen Energie Agentur. „Wir haben in Deutschland die vielfältigste Energieversorgung der Welt“. Zunehmend wichtiger werde daher die Synchronisierung dieser dezentralen Komponenten. Die Digitalisierung sei dabei ein Glücksfall, so Kuhlmann. Sie habe das Potenzial, dieses Zusammenspiel zu befeuern.

Auch die Roboter werden wieder im Fokus stehen, die zunehmend die Schutzkäfige verlassen und Hand in Hand mit menschlichen Kollegen in den Werken zusammenarbeiten und ihnen schwere oder schmutzige Arbeiten abnehmen. Hinzu kommen Schwerpunkte wie Leichtbau, der 3-D-Druck mit immer neuen Möglichkeiten und ein Blick in die technologisch ausgerichtete Start-up-Szene.

Rund 115 dieser jungen Firmen treffen in der Halle 3 aufeinander, „nicht älter als fünf Jahre und technologisch ausgerichtet“, wie Köckler betonte. Denn Beispiele gibt es inzwischen genug, wie wichtig diese jungen Unternehmen sind, um den Aufbruch gerade industrieller Schwergewichte in das digitale Zeitalter zu beschleunigen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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