Hannover Rück : Versicherer nimmt Kurs auf Milliardengewinn

Hannover Rück : Versicherer nimmt Kurs auf Milliardengewinn

, aktualisiert 10. November 2016, 12:13 Uhr
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Die Talanx-Tochter befindet sich auf einem sehr guten Weg, das Gewinnziel für 2016 von mindestens 950 Millionen Euro zu erreichen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Hannover Rück hat ihren Gewinn im dritten Quartal dank geringer Belastungen durch Schäden ausgebaut und steuert 2016 erneut auf einen Milliardengewinn zu. Donald Trumps Präsidentschaft sieht man gelassen entgegen.

Düsseldorf Wenn es bis Jahresende keine übergroßen Belastungen durch Großschäden gebe, könne der weltweit drittgrößte Rückversicherer die Milliarden-Marke wie 2015 überspringen, sagte Finanzchef Roland Vogel am Donnerstag. An der Börse kam das gut an. Die Hannover-Rück-Aktie legte rund vier Prozent zu und war damit größter Gewinner im Nebenwerteindex MDax.
Durch die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten erwartet die Hannover Rück keinen Gegenwind. „Wichtig wird für uns sein, dass der freie Handel von Rückversicherung erhalten bleibt“, sagte Vogel. „Ich sehe aber auch nicht, dass das beeinträchtigt werden könnte.“ Für die Hannover Rück sind die USA laut Vogel der wichtigste Einzelmarkt. Rund 30 Prozent des Prämienvolumens stammten aus dem Land.


Von Juli bis Ende September profitierte die Hannover Rück davon, dass es anders als im zweiten Quartal keine großen Schäden gab. Der Überschuss kletterte um 18 Prozent auf 209 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten beläuft sich der Gewinn auf 790 Millionen Euro. Die Talanx-Tochter befinde sich damit auf einem sehr guten Weg, das Gewinnziel für 2016 von mindestens 950 Millionen Euro zu erreichen, sagte Vogel. Und er machte deutlich, dass durchaus Luft nach oben besteht. Denn für den Rest des Jahres hat die Hannover Rück noch ein Budget von rund 430 Milliarden Euro für Großschäden zur Verfügung. Knapp 100 Millionen Euro davon dürften für den Hurrikan „Matthew“ gebraucht werden, der im Oktober über die Karibik und Teile der USA hinweggezogen war. Andere große Belastungen sind bisher nicht absehbar.

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Rückversicherungen wie Hannover Rück, Münchener Rück und Swiss Re leiden seit Jahren unter Preisdruck - unter anderem, weil Hedgefonds und andere finanzkräftige Kapitalgeber in den Rückversicherungsmarkt drängen. Viele alteingesessene Anbieter halten sich deshalb im Neugeschäft zurück und sitzen daher auf viel Kapital. Die Aktionäre der Hannover Rück dürften sich in der Folge erneut auf eine Sonderdividende freuen. Laut Vogel gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Konzern wie für das Vorjahr 4,75 Euro je Aktie ausschütten wird, davon 1,50 Euro als Sonderdividende. Im kommenden Jahr peilt die Hannover Rück erneut einen Gewinn von mindestens 950 Millionen Euro an. Die Bruttoprämien sollen stabil bleiben oder leicht zurückgehen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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