Hauck & Aufhäuser: Bafin entscheidet bald über den Verkauf der Privatbank

Hauck & Aufhäuser: Bafin entscheidet bald über den Verkauf der Privatbank

, aktualisiert 10. Mai 2016, 16:50 Uhr
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Nur noch an einer Stelle sieht die Bafin Informationsbedarf, dann kann sie über den Verkauf von Hauck & Aufhäuser an Fosun entscheiden.

Quelle:Handelsblatt Online

Ein Jahr nach der Einigung zur Übernahme von Hauck & Aufhäuser durch den chinesischen Finanzinvestor Fosun wird es wieder spannend. Die Finanzaufsicht Bafin hat die Prüfung des Deals fast abgeschlossen.

FrankfurtIn den zähen Übernahmeprozess um die Privatbank Hauck & Aufhäuser (H&A) kommt Bewegung. Die Finanzaufsicht Bafin, die den Verkauf der Frankfurter an die chinesische Beteiligungsgesellschaft Fosun prüfen muss, habe von den Asiaten mittlerweile fast alle nötigen Unterlagen erhalten, sagte Bafin-Direktor Raimund Röseler am Dienstag in Frankfurt. „Wir haben noch an einer Stelle ganz kurzen Informationsbedarf, den man aber sehr schnell erledigen kann.“ Danach habe die Bafin dann formell 60 Tage Zeit, Fosuns Antrag zu prüfen

Fosun hatte sich im Juli 2015 mit den Eigentümern von Hauck & Aufhäuser geeinigt, das Geldhaus mehrheitlich zu übernehmen, und will dafür bis zu 210 Millionen Euro auf den Tisch legen. Der Genehmigungsprozess zog sich allerdings hin, nachdem Fosun-Gründer Guo Guangchang im Dezember während laufender Ermittlungen mehrere Tage lang verschwand. Guo hat die chinesischen Behörden nach eigenen Angaben bei Ermittlungen unterstützt, wird jedoch selbst nicht beschuldigt.

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Die Bafin, die nach Guos Verschwinden viele Fragen an Fosun schickte, sieht das Insidern zufolge inzwischen auch so. Das Unternehmen habe dies auch mit Dokumenten belegen können. Ob die Behörde am Ende grünes Licht für die Übernahme gibt, stehe allerdings noch nicht fest. Die Behörde müsse unter anderem prüfen, ob eine Übernahme angesichts der Verschuldungsquote von Fosun genehmigt werden könne, sagte einer der Insider.

Fosun wollte sich nicht äußern, von Hauck & Aufhäuser war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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