Hellenischer Höhenflug : Griechische Bankaktien gewinnen 20 Prozent

Hellenischer Höhenflug : Griechische Bankaktien gewinnen 20 Prozent

, aktualisiert 15. April 2016, 17:07 Uhr
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Aus Kreisen der EZB kommen beruhigendes Signale.

Quelle:Handelsblatt Online

Mit der Ankündigung der EZB, im Zuge ihres Anleihekaufprogramms auch Papiere ihres Rettungsschirmes EFSF zu erwerben, schossen die geschundenen Geldinstitute in die Höhe. Sie nämlich halten Milliarden der EFSF-Gelder.

Die Anleger griechischer Bankaktien, die es noch gibt, durften sich am Freitag freuen. Den Geldhäusern des Schuldenkrise-geplagten Landes winkt in Folge einer Entscheidung der Europäischen Zentralbank einiges an Erleichterung. Denn die EZB hat auch Anleihen des Euro-Rettungsschirms EFSF in ihr auf 1,74 Billionen Euro angelegtes Anleihenkaufprogramm aufgenommen.

Bis zu 50 Prozent des ausstehenden Umfangs könnten aufgekauft werden, dies sei die Grenze für Wertpapiere internationaler Organisationen, sagte ein Sprecher am Freitag. Griechische Banken halten nach mehreren Kapitalspritzen derzeit mehr als 30 Milliarden Euro an solchen Papieren. Die Nachricht verhalf griechischen Bankaktien zu kräftigen Kurssprüngen. Der griechische Bankenindex zog um zeitweise bis zu 20 Prozent an. Der allgemeine Leitindex der Landes, der Athener ASE gewann bis zu drei Prozent.

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Den Instituten des Landes war es bisher nicht erlaubt, die EFSF-Wertpapiere auf dem Markt zu verkaufen. Sie konnten sie jedoch für Rückkaufvereinbarungen mit der ECB nutzen und sich so Zugang zu billigem Geld verschaffen.

Im Zuge der Ankündigung profitierten auch griechische Staatsanleihen: Die Zehnjahres-Rendite viel auf das Niveau von vor einem Monat. 21 Basispunkte ging es runter auf 9,13 Prozent. „Das sind gute Nachrichten, denn die griechischen Banken müssen wegen des schlecht laufenden Kreditgeschäfts hohe Zinsen verlangen, was schwierig ist in einem solchen Umfeld“, schätzt etwa Anlageexperte Nikos Kyriazis von NBG Securities ein. „Da sorgt immerhin das für etwas Entspannung – auch im Blick auf die Jahresentwicklung.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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