Hillary Clinton: Von Trumps Steuerplänen profitiert vor allem Trump

Hillary Clinton: Von Trumps Steuerplänen profitiert vor allem Trump

, aktualisiert 11. August 2016, 21:43 Uhr
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Bereits am Mittwoch hat die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin in Des Moines, Iowa, eine Rede gehalten.

Quelle:Handelsblatt Online

Hillary Clinton hat in ihrer wirtschaftspolitischen Grundsatzrede Donald Trump scharf kritisiert: Von seinen Steuerplänen profitierten vor allem seine eigenen Firmen. Ihr Plan: Infrastruktur ausbauen und den Privatsektor stärken.

DetroitMit Investitionen in die Infrastruktur will Hillary Clinton neue Arbeitsplätze schaffen. In einer wirtschaftlichen Grundsatzrede sagte die US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten am Donnerstag in Detroit, sie wolle Straßen und Brücken sanieren und Menschen so Arbeit geben. Außerdem kündigte sie einen Ausbau von Schulen und der Wassersysteme an, einen besseren Zugang zum Breitbandnetz und Investitionen in saubere Energie.

Teil ihres Plans sei, die „Kraft des Privatsektors freizusetzen, um mehr Jobs bei höherer Bezahlung zu schaffen“. Dazu wolle sie eine Infrastrukturbank einrichten, um öffentliche und private Gelder einzusammeln.

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Ihr republikanischer Gegenspieler Donald Trump habe in seiner Rede zu seinen wirtschaftlichen Zielen am Montag lediglich von „Versagen, Armut und Verbrechen“ gesprochen, kritisierte Clinton. Trump habe die wirtschaftliche Wiederbelebung in Gemeinden wie Detroit nicht mitbekommen. Zudem habe er keine „glaubwürdigen Lösungen“ für die Herausforderungen geboten, denen Amerika gegenüberstehe. Zwar sehe sie, dass manche Bürger der Mittelschicht frustriert seien, doch stünden dem Land die besten Zeiten noch bevor. „Es gibt nichts, was Amerika nicht tun kann, wenn wir es zusammen tun“, erklärte sie.

Trumps Pläne für Steuersenkungen kämen nicht zuletzt seinen eigenen Firmen zugute, kritisierte Clinton. „Er würde einen niedrigeren Satz zahlen als Millionen Mittelschichtfamilien.“ Von solchen Steuersenkungen würden laut Clinton vor allem große Konzerne, Millionäre und Wall-Street-Manager profitieren. „Donald Trump will Steuersenkungen in Billionenhöhe an Leute wie sich selbst geben“, erklärte sie.

Darüber hinaus hat sich die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin klar gegen das umstrittene transpazifische Handelsabkommen TPP ausgesprochen. „Ich bin jetzt dagegen, ich werde es nach der Wahl bekämpfen und ich werde es bekämpfen, wenn ich Präsidentin bin“, sagte Clinton. Mit dem Abkommen wollen die USA ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit elf weiteren Pazifik-Ländern regeln. Präsident Barack Obama hat die Partnerschaft maßgeblich vorangetrieben. Experten sehen im Falle eines Scheiterns von TPP auch größere Gefahren für ein amerikanisch-europäisches Abkommen (TTIP).

Quelle:  Handelsblatt Online
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