HP, Samsung, Lenovo: Das sind die besten Laptops des Jahres

HP, Samsung, Lenovo: Das sind die besten Laptops des Jahres

, aktualisiert 21. Januar 2016, 01:43 Uhr
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Die PC-Branche will 2016 verlorenes Terrain zurückerobern.

von Axel PostinettQuelle:Handelsblatt Online

Sie sind leicht, flexibel, schnell und schön: Die Laptops des Jahrgangs 2016 zeigen, dass die PC-Branche aufgewacht und bereit ist, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Wir zeigen die besten Modelle.

Las VegasDie PC-Industrie blickt auf ein schweres Jahr 2015 zurück. Doch sie ist gewillt, um ihre Kunden zu kämpfen. Die Elektronikmesse CES in Las Vegas stand ganz im Fokus innovativer Laptop-Ideen für Geschäftskunden.
Man kann sie klappen, drehen und wenden wie man will, die Laptop-Generation 2016 ist flexibel. Das muss sie aber auch sein. Windows 10 hat im Weihnachtsquartal noch nicht viel geholfen, 2015 sackte der Markt um insgesamt acht Prozent durch, sagen die Analysten von Gartner.

Doch sie haben auch eine gute Nachricht parat. Microsofts neues Betriebssystem findet bei Unternehmen durchweg wohlwollendes Interesse. Es dauert eben nur etwas länger, bis sie einkaufen und aufrüsten. Gartner hält für 2016 ein ausgeglichenes Ergebnis oder sogar ein leichtes Plus für möglich. Die Marktforscher von IDC glauben an ein Plus im PC-Markt von ein bis zwei Prozent. Das könnte auch den attraktiven Geräten liegen, die die großen Hersteller im Januar in Las Vegas gezeigt haben. Wir zeigen die fünf besten Laptops der CES 2016.

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5. LG Gram 15

LG überraschte in Las Vegas mit dem Gram 15. Mit einem Magnesium-Gehäuse ausgestattet kommt das LG trotz 15,6-Zoll-Bildschirm auf nur 980 Gramm. Das ist Spitzenleistung. Im Inneren werkeln je nach Ausstattung und Preis i5 oder i7-Chips von Intel, also Businessklasse. Der Einstieg gelingt im US-Markt ab 1500 Dollar, aber der genaue Liefertermin ist noch unklar. HDMI-, USB- und USB-C-Anschlüsse sind vorhanden, dazu ein Micro-SD-Slot.

Das schnelle HD IPS-Display ist nicht als Touchscreen ausgelegt. Hier herrschen gutbürgerlich noch Taste und Trackpad. LG ist noch nicht als Top-Laptophersteller bekannt, aber mit der Gram-Serie zeigen die Koreaner, dass sie den Anspruch haben, vorne mitzumischen.

4. Dell Latitude 13 7000

Dell kommt aus der Business-Ecke, daran gibt es nichts zu rütteln. Das Latitude 13 7000 ist ein typischer Vertreter der Generation Arbeitspferd mit einer Einstiegskonfiguration ab 1200 Dollar und in Vollausstattung bis knapp 2000 Dollar. Als 2-in-1-Gerät konzipiert ist es mit seiner großen business-style Tastatur als Laptop oder Tablet mit Finger oder Stift nutzbar. Dank Karbonfiber hält sich das Gewicht trotz 12,5-Zoll-Bildschirm mit 1,26 kg in angenehmen Grenzen und schlägt sogar knapp das MacBook Air.

Den Diätwahn der Konkurrenz macht Dell dabei nicht mit. Es gibt USB-Anschlüsse, Ethernet, Micro-SD- und HDMI-Port. Das Latitude 13 7000 ist halt für die Arbeit gemacht und nicht (nur) zum Angeben.. Und für manche das Allerbeste: Dell liefert es auf Wunsch auch mit Windows 8.1 aus.

3. Lenovo Yoga 900 S

Die Yoga-Reihe von Lenovo erfreut sich schon lange hoher Beliebtheit. Das neue Yoga 900S legt noch mal einen drauf und wiegt jetzt dank Karbonfaser-Gehäuse nur noch 999 Gramm. Lenovo hat alles überarbeitet und geschrumpft, sogar den Bildschirm. Der kommt jetzt auf 12,5-Zoll. Im Inneren kann je nach Geldbeutel fast beliebig aufgerüstet werden, bis zur Core m7 CPU von Intel und 8 GB Ram.

Anders als Apple beim MacBook schafft es Lenovo, neben einem USB-C-Anschluss sogar noch zwei normale USB unterzubringen. Der SD-Card-Einschub des 900 ist allerdings Geschichte. Jetzt wird auch ein Pen auf dem Touchscreen akzeptiert. Ein echter Fortschritt.


HP präsentiert Gegenentwurf zum MacBook

2. Samsung Notebook 9, 13,3-Zoll

Samsungs Antwort auf Apple – sieht aus wie ein Apple. Attraktives Alugehäuse, massive Leistung bis hin zum Core i7 von Intel und acht GB Ram und ein Gewicht von 840 Gramm sprechen für sich. Das Notebook 9 ist ein klassischer Laptop, da wird nichts abgenommen oder umgebogen. Die kleinere Version soll über zehn Stunden Akkulaufzeit zeigen.

Das Besondere: Dank Quick-Charge verspricht Samsung eine Akkuladung in gerade mal 20 Minuten. Einen Touchscreen gibt es allerdings nicht. Auch hier hält es Samsung wie Apple. Der Preis steht leider noch nicht fest.

1. HP EliteBook Folio G1

HP hat mit dem EliteBook Folio G1 einen superleichten Gegenentwurf zum 12 Zoll großen MacBook Pro zusammengeschraubt. Das laut HP dünnste und leichteste Business-Notebook auf dem Markt kommt nur noch mit zwei (Apple einer) USB-C-Anschlüssen und einer Kopfhörerbuchse. Für 999 Dollar gibt es noch mäßiges Innenleben und keinen Touchscreen. Aber wer an dieses Prestige-Gerät mit den Bang & Olufsen-Lautsprechern denkt, der wird auch etwas Extrageld für schnellere Prozessoren und mehr Speicher lockermachen. Das Alu-Laptop wird ab April verfügbar sein und mit unter einem Kilogramm Gewicht dem Lenovo Yoga 900 S Paroli bieten.

Der Aufmarsch der Totgeglaubten ist beeindruckend. Spannend wird, wie Apple darauf reagieren wird – der einzige Konzerne der Branche, der 2015 leicht zulegen konnte. Und selbst wer in diesem Jahr lieber doch ein Tablet oder ein Hybrid-Gerät kaufen will, kommt auf seine Kosten.


Galaxy-Tablets als iPad-Alternative

Angesiedelt zwischen einem Surface Pro 4 von Microsoft und einem Apple MacBook Pro 12 versucht Samsung ein Comeback mit Windows-Tablets, die ersten Versuche waren nicht sehr gelungen. Doch in Seoul hat man offenbar seine Hausaufgaben gemacht. Das superschlanke und leichte Galaxy Tab Pro S mit 12-Zoll-Bildschirm macht auf Anhieb einen gelungenen Eindruck und ist ein Grund weniger, sich nach einem iPad Pro von apple umzusehen.

Samsung gibt sich auch große Mühe, aus dem Windows-Einheitsbrei herauszustechen. Spannende Verbindungen gibt mit Android-Geräten, natürlich von Samsung. Das Galaxy Tab Pro S erkennt per NFC-Chip ein Galaxy-Smartphone und fragt nach, ob man das Tablet per Mobile-Hotspot über das Smartphone mit dem Internet verbinden möchte. Nur ein Klick mehr und es ist getan. Das ist es, was Straßenarbeiter sehen wollen. Witzig und nützlich: eingehende SMS auf dem Smartphone erscheinen auf dem Tablet-Bildschirm und lassen sich auch sofort von da beantworten.

Das Galaxy Tab Pro S kommt in schwarz oder weiß und einem Intel-Prozessor der sechsten Generation. Der greift auf leider mäßige 4 GB Hauptspeicher zu und 128 oder 256 GB Flash-Speicherplatte. Obwohl nur 6,3 Millimeter dünn, haben die Koreaner einen 5200 mAH-Akku reingezwängt, der bis zu 10,5 Stunden Laufzeit garantieren soll.

Ein Augenschmaus war im schnellen Hands-On in Las Vegas das Samsung-eigene Super-AMOLED-Display mit hoher Auflösung, satten Farben und erstaunlicher Helligkeit. AMOLED-Displays brauchen auch keine Hintergrund-Beleuchtung, also entfällt die Notwendigkeit für einen Lüfter. Im Preis inbegriffen wird eine magnetische Anschnapp-Tastatur sein. Apropos Preis: Der ist leider noch nicht bekannt und wird am Ende über den Erfolg entscheiden.

Das PC-Rennen 2016 ist gerade erst eröffnet. Aber es ist schon klar, dass die Hersteller gewillt sind, den Fehdehandschuh aufzunehmen und um ihre Märkte zu kämpfen. Und ein Gewinner steht dabei schon fest: Der Kunde.

Quellle:  Handelsblatt Online
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