HSH Nordbank: Bankenverband sieht hohe Hürden für Einlagensicherung

HSH Nordbank: Bankenverband sieht hohe Hürden für Einlagensicherung

, aktualisiert 13. November 2017, 16:15 Uhr
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Das Geldhaus befindet sich bislang im Lager der Sparkassen und Landesbanken und dem dortigen Sicherungssystem.

Quelle:Handelsblatt Online

Bis heute kämpft die öffentliche HSH Nordbank mit den Folgen fauler Schiffskredite. Der Präsident des Bankenverbandes warnte jetzt: Ihren Platz unter den privaten Geschäftsbanken wird sich die HSH erkämpfen müssen.

Frankfurt/MainDie vor dem Verkauf an Finanzinvestoren stehende öffentliche HSH Nordbank muss sich ihren Platz unter den privaten Geschäftsbanken erkämpfen. „Es gibt niemanden, den wir von vornherein ausschließen“, sagte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Hans-Walter Peters, am Montag in Frankfurt. Es gebe aber „hohe Hürden, die zu nehmen sind“. Er zielte damit auf den Einlagensicherungsfonds des Verbandes ab.

Der Fonds des Bankenverbandes geht über die gesetzliche Grundsicherung hinaus. „Altrisiken kann dieser Einlagensicherungsfonds nicht übernehmen“, sagte Peters, im Hauptberuf Chef der Hamburger Privatbank Berenberg. Er forderte eine Abfederung der Risiken aus Altgeschäften über Garantien. Gleichzeitig müsse das Neugeschäft tragfähig sein. „Dann kann man auch aufgenommen werden.“

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Die HSH Nordbank befindet sich bislang im Lager der Sparkassen und Landesbanken und dem dortigen Sicherungssystem. Während der Finanzkrise war das Geldhaus in eine Schieflage geraten und ächzt bis heute unter einem Berg fauler Schiffskredite. Der Staat musste damals einspringen und stützte die Bank mit einer milliardenschweren Garantie.

Auf Druck der EU müssen sich die Besitzer - die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein - aber von der HSH Nordbank trennen. Mehrere Finanzinvestoren aus dem angloamerikanischen Raum haben Angebote abgegeben. Bis zum Februar muss ein unterschriftsreifer Kaufvertrag ausverhandelt werden. Sollte der Verkauf scheitern, muss die Bank nach den Auflagen der EU-Kommission abgewickelt werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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