HSH Nordbank: Frist für Kaufinteressenten läuft ab

HSH Nordbank: Frist für Kaufinteressenten läuft ab

, aktualisiert 26. Februar 2017, 11:17 Uhr
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Firmenschild am Eingang zum Verwaltungsgebäude der HSH Nordbank in Kiel.

Quelle:Handelsblatt Online

Nur noch bis morgen können sich potenzielle Investoren für einen Kauf der norddeutschen Regionalbank melden. Auf Druck der EU hin soll die Bank bis 2018 verkauft oder abgewickelt werden.

Hamburg, FrankfurtAn diesem Montag endet die erste Frist für Investoren, die möglicherweise die HSH Nordbank ganz oder in Teilen kaufen wollen. Wer bis zu diesem Tag sein Interesse nicht angemeldet hat, kann sich am weiteren Verkaufsprozess für das Institut nicht mehr beteiligen. Bis Ende März müssen die möglichen Käufer dann ein erstes Angebot vorlegen. Eine offizielle Mitteilung über die Zahl der Interessenten ist am Montag nicht zu erwarten. Die HSH muss auf Druck der EU bis 2018 verkauft oder abgewickelt werden.

Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein halten sich während des laufenden Verkaufsverfahrens mit öffentlichen Äußerungen zurück. So gibt es nur Marktgerüchte, nach denen das Angebot durchaus auf Interesse bei Investoren gestoßen ist.

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Ob der Verkauf gelingen wird, ist unter Experten strittig. Die HSH Nordbank besteht aus einer profitablen Kernbank und einem Teil mit hohen Risiken, vor allem Schiffskrediten. Als mögliche Käufer kommen praktisch alle Banken, Finanzinvestoren, Fonds und sonstige Kapitalsammelstellen weltweit in Frage. Die Vorstände der Bank waren schon vor Weihnachten wochenlang in Asien und in europäischen Finanzzentren unterwegs, um mit möglichen Käufern zu sprechen.

Sowohl Vorstandschef Stefan Ermisch als auch der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Mirow hatten zuletzt davon gesprochen, dass es Interessenten aus Asien und speziell aus China geben werde. Die dortigen Banken benötigten über kurz oder lang ein Standbein in Europa, ließ sich Ermisch zitieren. Auch Mirow sprach davon, dass es für chinesische Banken interessant sein könnte, Zugang zum deutschen Mittelstand zu erhalten.

Die NordLB, die als Interessent aus Deutschland mehrfach ins Spiel gebracht wurde, erklärte zum wiederholten Mal, sie habe kein Interesse an einer Übernahme der HSH Nordbank. Ob sie sich dennoch an dem Verfahren beteiligt hat, etwa um Einblick in die Bücher der HSH Nordbank zu erlangen, wollte die Bank nicht sagen.

Den Verkauf für die beiden Mehrheitseigner Hamburg und Schleswig-Holstein organisiert die Investmentbank Citigroup. Zuletzt hatte die Bank Ende Januar ein Portfolio fauler Kredite im Wert von 1,64 Milliarden Euro losgeschlagen. „Der Verkauf ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Eigentümerwechsel“, sagte dazu Vorstandschef Stefan Ermisch.

Quelle:  Handelsblatt Online
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