HSH Nordbank: Hoher Verlust für Abwicklungsgesellschaft der Länder

HSH Nordbank: Hoher Verlust für Abwicklungsgesellschaft der Länder

, aktualisiert 10. August 2017, 14:23 Uhr
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Als Sicherheit für die schlechten Kredite dienten 253 Schiffe, davon zwei Drittel Containerschiffe.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Abwicklungsgesellschaft von Hamburg und Schleswig-Holstein für die faulen Kredite der HSN Nordbank hat einen Verlust von 505 Millionen Euro verbucht. Der Verlust ist eine Folge der übernommenen Kredite.

Kiel/HamburgDie Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für einen Teil der faulen Kredite der HSH Nordbank hat in ihrem ersten Geschäftsjahr einen Verlust von 505 Millionen Euro verbucht. Das geht aus dem am Donnerstag in Kiel veröffentlichten Geschäftsbericht für das Jahr 2016 hervor.

Der Verlust sei vor allem eine Folge zusätzlicher Risikovorsorge für die übernommenen Kredite von 470 Millionen Euro sowie einmaliger Kosten für die Gründung und den Aufbau der HSH Portfoliomanagement AöR, heißt es in einer Mitteilung.

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Die Anstalt hatte im Auftrag der Länder am 1. Juli 2016 im Zuge des anstehenden Verkaufs der HSH Nordbank schlechte Kredite der Bank im Nominalwert von 4,1 Milliarden Euro übernommen und dafür 2,4 Milliarden Euro bezahlt. Als Sicherheit dienten 253 Schiffe, davon zwei Drittel Containerschiffe. Der Auftrag der Länder an die neue Gesellschaft lautete, diese Kredite möglichst mit Gewinn zu verwerten und abzuwickeln.

Zum Jahresende hatte die Abwicklungsgesellschaft Forderungen von 4,48 Milliarden Euro gegen ehemalige Kreditnehmer der HSH Nordbank in ihrer Bilanz. Das war mehr als zu Beginn, weil einmal die Forderungen oft in Dollar lauten, aber in Euro ausgewiesen sind. Der Dollar war 2016 stark, damit stiegen die Forderungen in Euro an.

Zum anderen wurden nicht alle fälligen Zinsen von den Reedern bezahlt und erhöhten so die Kreditsumme. Die Forderungen stehen mit einem Buchwert von 2,04 Milliarden Euro in der Bilanz und waren mit 251 Schiffen besichert. Im ersten Quartal des laufenden Jahres wurde der Bestand um weitere acht Schiffe verringert. „Mit den bisherigen Erlösen aus dem Abbau der notleidenden Forderungen sind wir in Summe zufrieden“, sagte Geschäftsführerin Ulrike Helfer.

Quelle:  Handelsblatt Online
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