Hypo-Vereinsbank: Ein Lichtblick unter Deutschlands Banken

Hypo-Vereinsbank: Ein Lichtblick unter Deutschlands Banken

, aktualisiert 04. August 2016, 10:01 Uhr
Bild vergrößern

Die Halbjahreszahlen der Münchener Bank fallen gegen den Branchentrend positiv aus.

Quelle:Handelsblatt Online

Mit Kostensenkungen trotzt die HVB der Flaute im Handelsgeschäft. Die deutsche Tochter der italienischen Unicredit steigert den Gewinn und hält Zins- und Provisionsüberschuss stabil.

MünchenDie Hypo-Vereinsbank (HVB) bringt ein wenig Glanz in die ansonsten düstere Halbjahresbilanz der deutschen Banken. Der Konzernüberschuss nach Steuern stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp 14 Prozent auf auf 371 Millionen Euro. Das operative Ergebnis legte um 10,4 Prozent auf 542 Millionen Euro zu.

„Wir haben Wachstumschancen genutzt und unsere Kosten weiter gesenkt“, kommentierte HVB-Chef Theodor Weimer das Ergebnis. Insbesondere die Neupositionierung des Privatkundengeschäfts mit massiven Filialrestrukturierungen zahlten sich aus, sagte er. So sanken die Verwaltungskosten um 4,4 Prozent, gespart wurde insbesondere bei den Aufwendungen für Personal und Gebäude.

Anzeige

Die für Banken besonders wichtige Kennzahl der Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 75,2 Prozent im ersten Halbjahr 2015 auf 71,6 Prozent. Das bedeutet: Um einen Euro Ertrag zu erwirtschaften, muss das Geldhaus aktuell knapp 72 Euro-Cents aufwenden.

Positiv entwickelte sich insbesondere das Kreditneugeschäft. Zum Halbjahr stieg das Kreditvolumen um fünf Prozent gegenüber dem Jahresende 2015 auf 119,2 Milliarden Euro. Auch die Kundeneinlagen stiegen trotz weiter verschärftem Niedrigzinsumfeld
um 9,3 Prozent auf 117,7 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss blieb trotz weiter sinkender Zinsen stabil auf 1,32 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss legte leicht zu.

Einzige Wermutstropfen: Die Rückstellungen für Schiffskredite mussten deutlich aufgestockt werden, die Risikovorsorge stieg von 110 Millionen Euro im Vorjahr auf 151 Millionen Euro. Das Handelsergebnis mit Aktien, Anleihen und Devisen brach um 24 Prozent ein. „Das erste Halbjahr war für die Bankenbranche schwieriger als erwartet“, resümierte HVB-Chef Weimer. Alle Banken müssten mehr tun, um ihre Ziele zu erreichen. „Niedrigzinsen, Digitalisierung und Regulierung erfordern neben Ausdauer mehr denn je große Innovationskraft und eine hohe Anpassungsgeschwindigkeit.“



Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%