IBAN: Bundesbank warnt vor dem Ende der Schonfrist

IBAN: Bundesbank warnt vor dem Ende der Schonfrist

, aktualisiert 25. Januar 2016, 15:54 Uhr
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Verbraucher müssen sich nun endgültig umstellen, das Ende der vertrauten Kontonummer und Bankleitzahl naht.

Quelle:Handelsblatt Online

Ab dem 1. Februar müssen auch Verbraucher für Überweisungen und Lastschriften die internationale Kontonummer IBAN nutzen. Ignorieren Bankkunden die Frist, kann das im schlimmsten Fall sogar Geld kosten.

FrankfurtBald ist die Schonfrist vorbei: Ab Februar an müssen auch Verbraucher für Überweisungen und Lastschriften in Euro die internationale Kontonummer IBAN nutzen. „Kunden, die sich zum 1. Februar nicht umstellen, laufen Gefahr, dass ihre Überweisung nicht ausgeführt wird und dass das Zeit kostet“, warnte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.

„Das kann dann auch Geld kosten, wenn ein Zahlungsziel verfehlt wird“, erklärt Thiele. Das könne etwa dann passieren, wenn ein Bußgeld nicht rechtzeitig bei der Behörde ankommt, weil bei der Überweisung alte Kontonummer und alte Bankleitzahl benutzt wurden, oder eine Rechnung nicht pünktlich bezahlt wird und in solchen Fällen Mahngebühren oder Verzugszinsen fällig werden.

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Die IBAN („International Bank Account Number“) soll dazu beitragen, Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen grenzüberschreitend zu standardisieren und so zu beschleunigen. Der Zahlungsverkehrsraum Sepa („Single Euro Payments Area“) umfasst 34 Länder. Neben den 28 EU-Staaten machen Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, Monaco und San Marino mit.

In Deutschland hat die IBAN 22 Stellen. Für Unternehmen und Vereine ist das neue Format seit dem 1. August 2014 verpflichtend, für Verbraucher gab es eine Übergangsfrist bis zum 1. Februar 2016. Banken wandelten die alten Angaben automatisch in das neue Format um.

Derzeit würden bei Geschäftsbanken in Deutschland noch rund zehn Prozent der täglich 24 Millionen Überweisungen mit alten Kontodaten eingereicht, sagte Thiele. „Die große Mehrheit hat sich an die IBAN gewöhnt und nutzt sie auch.“ Thiele betonte: „Ab dem 1. Februar muss jeder Privatkunden die IBAN nutzen. Ich habe Sorge, dass das bei allen entsprechend klappt. Nicht jeder nutzt Online-Banking, viele Kunden haben noch alte Überweisungsträger in der Schublade.“

Thiele bekräftigte seinen Appell, sich die 22-stellige IBAN in übersichtlichen Vierer-Blöcken zu merken. Auch Firmen könnten ihren Beitrag leisten, dass sich Bankkunden umgewöhnten: „Die IBAN gehört auf jede Rechnung und am besten in Vierer-Blöcken.“

Quellle:  Handelsblatt Online
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