IBM auf der Cebit: Dieses Kleid erkennt Ihre Stimmung

IBM auf der Cebit: Dieses Kleid erkennt Ihre Stimmung

, aktualisiert 20. März 2017, 14:53 Uhr
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Kann mehr als nur Schön aussehen: Der „Cognitive Dress“ von IBM.

von Johannes StegerQuelle:Handelsblatt Online

Auf der Cebit präsentiert IBM Technologie für Roboter, Cloud-Dienste, selbstfahrende Autos – und auch Mode. Hinter dem mitdenkenden Kleid steckt eine besondere Technologie zur Stimmungsanalyse.

HannoverHier wirkt Hannover fast wie Paris: Wer am Cebit-Stand des Technologieriesen IBM vorbeischaut, der kann sich wundern. Auf der Bühne flaniert eine junge Dame in Modelpose an den Zuschauern vorbei. Das Besondere: Das elfengleiche Kleid blinkt in unterschiedlichen Farben auf. Ist IBM angetreten, den Guccis und Chanels dieser Welt Konkurrenz zu machen?

Mitnichten: Hinter dem Kleid steckt zwar eine Berliner Modedesignerin, aber der Zweck ist nur ein Marketing-Gag. Das Kleid fängt Stimmungen von Tweets auf und spiegelt diese in farbigen LED-Lichtern wieder. Eigens für die Cebit hat IBM diesen „Cognitive Dress“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft entwickelt. Das intelligente Computersystem Watson analysiert Tweets mit dem Hashtag #IBM und bewertet diese hinsichtlich der ausgedrückten Stimmungen und übersetzt sie in die Farben der LED-Lichter.

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Die Idee dahinter nahm ihren Anfang im Mai 2016 zur New Yorker Fashion Week beim Modelabel Marchesa: Für ein ganz besonderes Kleid zerbrachen sich nicht die beiden Chefinnen Georgina Chapman und Keren Craig über einem Skizzenblog den Kopf, sondern eben jenes intelligente IBM-Computersystem namens Watson.

Das wertete Daten bezüglich Stoffen, Farben oder Meinungen aus dem Netz aus. Dafür zog Watson seine Informationen zum Beispiel auch aus Fotos in den sozialen Netzwerken. Am Abend der Vorstellung illuminierten LED-Lichter das Ergebnis und zeigte mittels Watsons „Tone Analyzer“ die Bewertung der Betrachter in unterschiedlichen Farben an.

Hannover ist nicht New York und das Kleid auch nicht von Marchesa: Es soll das dahinter liegende System veranschaulichen. Die Analyse von Stimmungen oder Meinungen in den sozialen Netzwerken kann für Unternehmen genauso interessant sein wie zum Beispiel für Behörden wie die Polizei.

Quelle:  Handelsblatt Online
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