Ikea: Möbelkonzern muss sich in Indonesien neuen Namen suchen

Ikea: Möbelkonzern muss sich in Indonesien neuen Namen suchen

, aktualisiert 05. Februar 2016, 20:05 Uhr
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Ikea darf in Indonesien nicht mehr Ikea heißen.

Quelle:Handelsblatt Online

Ikea in Indonesien darf weiter Ikea heißen – doch gemeint ist damit nicht der schwedische Möbelgigant. Ein einheimischer Möbelhersteller hatte sich den Markennamen Ikea 2010 gesichert. Und gewann jetzt vor Gericht.

JakartaDer schwedische Möbelkonzern Ikea muss sich in Indonesien einen neuen Namen suchen. Das Oberste Gericht in dem südostasiatischen Land sprach die Marke Ikea in einem Rechtsstreit um den Namen einem örtlichen Produzenten von Rattanmöbeln zu, wie jetzt bekannt wurde. Ikea betreibt in Indonesien seit Ende 2014 seinen bisher einzigen Laden und hatte seinen Markennamen 2010 registriert, allerdings nach Angaben der Justiz drei Jahre in Folge nicht genutzt. Damit könne die Registrierung gelöscht werden, erklärten die Richter.

Das Urteil hatte diese höchste Instanz bereits im Mai 2015 gefällt und damit einen Rechtsspruch einer niederen Instanz aus dem Jahr zuvor bestätigt. Doch erst am Donnerstag veröffentlichte es die Entscheidung auf seiner Online-Seite. Der örtliche Möbelproduzent hatte den Markennamen demnach im Dezember 2013 registrieren lassen. Ikea stellt in seinem Fall das Akronym für die indonesische Rattanindustrie dar.

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Ein Sprecher von Inter Ikea Systems B.V., dem weltweiten Ikea-Lizenzbetreiber, sagte, die Anwälte hätten am Donnerstag von dem Urteil erfahren und prüften nun noch die Entscheidung. Der Rattanmöbelhersteller Ratania gab keinen Kommentar ab. Die Firma mit Sitz in Surabaya, Indonesiens zweitgrößter Stadt, hatte den Namensstreit Mitte 2014 vor ein Bezirksgericht gebracht, als die Schweden ihr Geschäft vor den Toren Jakartas gerade bauen ließen.

Ikea ist eine Abkürzung für Firmengründer Ingvar Kamprad und die Farm Elmtaryd in Agunnaryd, wo er aufwuchs. Der Konzern hatte den Fall nach dem Urteil in erster Instanz 2015 vor das Oberste Gericht Indonesiens gebracht.

Quellle:  Handelsblatt Online
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