Immobilien-Unternehmer gegen Signal Iduna: Adlon-Investor verklagt Versicherung auf Millionen-Schadensersatz

Immobilien-Unternehmer gegen Signal Iduna: Adlon-Investor verklagt Versicherung auf Millionen-Schadensersatz

, aktualisiert 10. Juli 2016, 19:08 Uhr
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Die Signal Iduna hatte sich an dem Jagdfeld-Fonds beteiligt, der Bau und Betrieb des Adlon finanzieren sollte. In einer ertragsschwachen Phase soll die Versicherung andere Anteilseigner beeinflusst haben.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Adlon- und Heiligendamm-Investor Anno August Jagdfeld sieht seinen Ruf ruiniert: Wegen einer „Kampagne“, die am Ende zu hohen Wertverlusten geführt habe, verlangt er von der Signal-Iduna-Versicherung Schadenersatz.

BerlinDer Immobilien-Unternehmer Anno August Jagdfeld hat die Versicherungsgruppe Signal Iduna auf Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe verklagt. Jagdfeld war unter anderem durch die Neugründung des Nobelhotels Adlon in Berlin und als Investor beim Grandhotel Heiligendamm bekannt geworden. Er verlangt in einem Verfahren vor dem Dortmunder Landgericht wegen Schädigung seines Rufes „mehrere hundert Millionen Euro“, wie ein Sprecher der Jagdfeld-Gruppe der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag sagte. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung (Samstag) über den Fall berichtet.

Vom Gericht hieß es: „Es gibt einen Rechtsstreit eines Unternehmers, der im Immobilienbereich tätig ist, gegen eine Versicherungsgesellschaft, die in Dortmund ansässig ist.“ Ein Sprecher betonte jedoch, dass es sich im Wesentlichen zunächst nur um einen sogenannten Feststellungsantrag des Klägers handle.

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Dabei soll geprüft werden, ob die beklagte Seite „aufgrund im einzelnen aufgeführter, vermeintlich rufschädigender Äußerungen“ prinzipiell zu Schadenersatz verpflichtet sein könnte. Über konkrete Summen werde dagegen noch nicht gesprochen. Ein Sprecher der Signal Iduna, die in den Adlon-Fonds investiert hatte, sagte: „Wir halten die Vorwürfe für völlig abwegig und räumen der Klage keine Erfolgschancen ein.“

Das Verfahren selbst dauert bereits rund eineinhalb Jahre. Jagdfeld sieht sich durch Aussagen von Signal Iduna „vorsätzlich sittenwidrig geschädigt“. Es habe eine „Kampagne“ gegen ihn gegeben, die letztlich zu Verlusten vieler Kleinanleger seines Adlon-Fonds geführt und Kredite gefährdet habe. Die Signal Iduna hält dies für unbegründet.

Quelle:  Handelsblatt Online
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