Inflation: Preise im Euro-Raum fallen wieder

Inflation: Preise im Euro-Raum fallen wieder

, aktualisiert 29. April 2016, 11:22 Uhr
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Die EZB-Politik ist locker, doch die Preise steigen kaum.

Quelle:Handelsblatt Online

Um 0,2 Prozent sanken die Preise im Euro-Raum, teilte das Europäische Statistikamt am Freitag mit. Schuld an dem Preisrückgang ist der niedrige Ölpreis.

BrüsselTrotz der Geldflut der EZB fallen die Preise im Euro-Raum wieder. Sie sanken im April um 0,2 Prozent, wie das Europäische Statistikamt am Freitag mitteilte. Im März hatten die Lebenshaltungskosten zum Vorjahr noch stagniert. Insbesondere das günstige Öl drückte die Inflationsrate. Die Energiepreise waren im April um 8,6 Prozent niedriger als vor Jahresfrist. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt als Idealwert für die Wirtschaft eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Die Notenbank hatte erst im März ihre Prognose für 2016 nach unten geschraubt und die Geldpolitik erneut gelockert.

Der Leitzins wurde auf null gesetzt. Zudem verschärften die Währungshüter die Strafgebühren für Banken, die bei der EZB Geld parken. Die Notenbank erhöhte auch ihre monatlichen Wertpapierkäufe auf 80 Milliarden Euro und will dabei demnächst auch Firmenanleihen erwerben. Mit der Geldschwemme wollen die Währungshüter die Anleihenmärkte für Banken unattraktiv machen. Sie sollen stattdessen mehr Kredite vergeben. So soll die Konjunktur angekurbelt und die Inflation nach oben getrieben werden.

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Die EZB will unbedingt verhindern, dass eine deflationäre Abwärtsspirale entsteht. Bei fallenden Preisen halten Verbraucher sich mit Käufen zurück, Löhne sinken und Firmen zögern Investitionen hinaus. Trotz der Geldflut der EZB ist nach Ansicht von Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny erst im weiteren Jahresverlauf mit einer anziehenden Inflation im Euro-Raum zu rechnen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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