Initiative Tierwohl: Bauern fordern mehr Geld für Tierschutz-Fonds

Initiative Tierwohl: Bauern fordern mehr Geld für Tierschutz-Fonds

, aktualisiert 04. Januar 2016, 14:11 Uhr
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Mit dem Geld aus dem Tierwohl-Fonds sollen die Haltebedingungen von Schweinen und Geflügel verbessert werden.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Initiative Tierwohl soll bessere Bedingungen bei der Schweine- und Geflügelhaltung schaffen. Doch die Bauern sind nicht zufrieden mit dem Engagement des Handels. Sie fordern eine Verdreifachung des Budgets.

BerlinDer Bauernverband fordert höhere Einzahlungen der Supermarktketten in die gemeinsame Branchen-Initiative für bessere Haltebedingungen bei Schweinen und Geflügel. „Wir können mit dem Engagement des Handels noch nicht zufrieden sein“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur. „Mehr als die Hälfte der Tierhalter, die mit Investitionen in Vorleistung gegangen sind, steht bisher mit leeren Händen da.“

Für das im vergangenen Jahr gestartete Bonussystem hätten sich 4700 Schweinehalter angemeldet, die die Voraussetzungen erfüllen. Bisher seien aber erst gut 2100 zugelassen, kritisierte Rukwied.

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Bei der „Initiative Tierwohl“ erhalten freiwillig teilnehmende Bauern für zusätzliche Leistungen wie mehr Platz im Stall Geld aus einem Fonds. Hierfür zahlen die Handelsketten vier Cent je verkauftes Kilo ein - bezogen auf die gesamte Verkaufsmenge, unabhängig vom Anteil der Lieferungen aus teilnehmenden Ställen. Die Branche will damit auf breiter Front Anreize für mehr Tierwohl geben.

Rukwied forderte: „Wir brauchen eine Verdreifachung des Budgets.“ So sollten die Supermarktketten 12 Cent je verkauftes Kilo Fleisch und Wurst in den Fonds einzahlen. „Außerdem müssen die Händler, die noch nicht mitmachen, schnellstens beitreten“, sagte der Bauernpräsident. „Unsere Botschaft ist klar: Die Landwirte sind bereit, mehr fürs Tierwohl zu machen.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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