Innovationsberater Sascha Peters: „Es entstehen ganz neue Produkte“

Innovationsberater Sascha Peters: „Es entstehen ganz neue Produkte“

, aktualisiert 28. April 2016, 14:50 Uhr
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Mit seiner Firma Haute Innovation berät er viele Unternehmen bei der Werkstoffentwicklung.

von Steffen ErmischQuelle:Handelsblatt Online

Intelligente Werkstoffe sollen die Produktion erleichtern - und ganz neue Produkte möglich machen. Im Interview erklärt Innovationsberater Sascha Peters, warum die Forschung noch viel Potential hat.

KölnMit seiner Agentur Haute Innovation berät Sascha Peters Firmen in Materialfragen - und stößt zunehmend auf experimentierfreudige Designer.

Für die Hannover Messe koordinieren Sie die Sonderschau Global Material Innovations. Was gibt es dort zu sehen?
Wir präsentieren an die 70 Exponate aus 15 Ländern. Dabei geht es immer um neue Materialien, die künftig in der industriellen Anwendung und Produktentwicklung eine große Rolle spielen können.

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Welche übergreifenden Trends sehen Sie?
Das große Thema für die nächsten Jahre ist Nachhaltigkeit. Forscher befassen sich zwar schon lange mit Recycling und nachwachsenden Rohstoffen, die Entwicklung hat nun aber auch die Industrie erreicht. Ähnlich ist es bei Smart Materials: Seit etwa zwei Jahren finden diese tatsächlich Einzug in Produkte. Ein dritter Schwerpunkt sind der 3D-Druck und die additive Fertigung, wo sich die öffentliche Wahrnehmung nicht mehr nur auf Kunststoff beschränkt.

Warum werden gerade jetzt so viele neue Werkstoffe erprobt?
Die Wissensvermittlung ist besser geworden. Datenbanken und Material-Scouts erleichtern den Zugang. Etablierte Hersteller erkennen das Potenzial für Produktverbesserungen - und junge Designer nutzen neue Werkstoffe gezielt für Produkte, die sonst nicht möglich wären.

Können Sie ein Beispiel nennen?
Sehr anschaulich ist Biolite - ein Campingkocher, der in den USA entwickelt wurde. Er enthält ein sogenanntes Peltier-Element, das Abwärme in elektrische Energie umwandelt. So kann man beim Kochen in der Natur parallel sein Smartphone aufladen.

In dem Fall ergänzen sich intelligentes Material und Nachhaltigkeit. Ist das die Regel oder die Ausnahme?
Bei Smart Materials steht die Funktion im Vordergrund. Es gibt aber auch viele neue Werkstoffe mit guter Ökobilanz - etwa antibakterielle Fasern, die aus nicht mehr haltbarer Milch hergestellt werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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