Für den Inhalt dieser Seite ist der Emittent verantwortlich

DAX® - 200-Tages-Linie unter Beschuss

200-Tages-Linie unter Beschuss
Wenngleich der DAX® gestern innerhalb der Handelsspanne vom Vortag verblieb, eine überzeugende Stabilisierung sieht anders aus. Dafür sorgt vor allem der im Vergleich zum Montag nochmals niedrigere Schlusskurs. Per Saldo steht somit die 200-Tages-Linie (akt. bei 6.368 Punkten) weiter im „Feuer“. Können die deutschen Standardwerte diese Unterstützung, die an den letzten beiden Tagen Schlimmeres verhindert hat, fortan nicht verteidigen, müssen Anleger die nächste Eskalationsstufe einkalkulieren. Vor allem der Anfang Juni etablierte Erholungstrend (akt. bei 6.308 Punkten) dürfte danach eine entscheidende Rolle spielen. Bei einem Bruch dieser Trendlinie wäre die gesamte Erholungsbewegung seit Anfang Juni als „bearishe“ Korrekturflagge zu interpretieren. In der Folge sollte ein schnelles Schließen der Kurslücke vom 29. Juni bei 6.262/40 Punkten Realität werden. Perspektivisch ist dann sogar Schlimmeres zu befürchten, impliziert eine abgeschlossene Korrekturflagge doch sogar ein Wiedersehen mit dem Junitief bei 5.914 Punkten. Zusätzlich belasten dürfte das frische Ausstiegssignal seitens des MACD.

DAX® (Daily)
chart

Fehlausbruch nach unten
Einen Blick wert ist derzeit mal wieder der Kursverlauf der 10-jährigen Rendite in Deutschland, denn beim Spiegelbild des Euro-BUND-Future liegt derzeit ein interessantes Phänomen vor. So brachte die bisherige Woche nochmals ein neues Verlaufstief (1,1260 %), ehe es zu einem „reversal“ kam. Zusammen mit dem marginal höher liegenden Tief von Anfang Juni bei 1,1270 % ergibt sich aktuell ein potentieller Doppelboden. Darüber hinaus folgt auf solche Fehlausbrüche, die nochmals ein unwesentlich tieferes Tief bringen, regelmäßig eine schnelle dynamische Aufwärtsreaktion, so dass die jüngste Kursentwicklung eine Steilvorlage für temporär steigende Renditen ist. Das gilt umso mehr, wenn es gelingt, das gegenwärtig vorliegende Candlestickumkehrmuster „piercing line“ ins Wochenende zu retten. Als essentielle Voraussetzung für eine nachhaltige Zinswende sehen wir aber unverändert einen Spurt über das Widerstandscluster aus dem Renditetief vom September 2011 bei 1,64 %, dem jüngsten Erholungshoch bei 1,69 %, zwei Trendlinien (akt. bei 1,70/71%) sowie einem Fibonacci-Cluster bei 1,69/71% an. Gelingt dieser Befreiungsschlag, wäre auch der diskutierte Doppelboden mit einem Anschlusspotential von knapp 60 Renditestellen komplettiert.

10-jährige Rendite DE (Weekly)
chart

Wiederholt sich die Geschichte?
Dem übergeordneten Baissetrend seit Sommer 2007 (akt. bei 256 Punkten) kommt derzeit eine Schlüsselrolle für die weitere Entwicklung der europäischen Standardwerte zu. Nur ein Bruch des dominierenden Trends würde für eine Gezeitenwende zugunsten der Bullen sorgen. Derzeit steht aber ein anderes Szenario zu befürchten: Ähnlich wie im März droht sich der damalige Fehlausbruch aktuell zu wiederholen (siehe Chart). Da auf solche „false breaks“ regelmäßig dynamische Bewegungsimpulse in die entgegengesetzte Richtung folgen, sollten Anleger im ersten Schritt ein Wiedersehen mit der 200-Wochen-Linie (akt. bei 243 Punkten) bzw. dem Erholungstrend seit Herbst vergangenen Jahres (akt. bei 239 Punkten) einkalkulieren. An dieser Bastion dürfte sich dann das weitere Schicksal des Stoxx Europe 600 entscheiden: Fallen diese Unterstützungen, müsste der gesamte Erholungsimpuls seit September 2011 als „bearishe“ Flagge interpretiert werden, was den Aufwärtstrend seit März 2009 (akt. bei 231 Punkten) in ernsthafte Schwierigkeiten bringen würde. Das kalkulatorische Mindestkursziel aus der dann komplettierten Korrekturflagge impliziert nämlich einen Stresstest des Dreijahrestiefs vom September 2011 bei 209 Punkten.

Stoxx Europe 600 (Weekly)
chart

Interesse an einer täglichen Zustellung unseres Newsletters?








HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Derivatives Public Distribution
Königsallee 21-23
40212 Düsseldorf

kostenlose Infoline: 0800/4000 910
Aus dem Ausland: 00800/4000 9100 (kostenlos)
Hotline für Berater: 0211/910-4722
Fax: 0211/910-91936
Homepage: www.hsbc-zertifikate.de
E-Mail: zertifikate@hsbctrinkaus.de

Kontaktdaten HSBC Trinkaus & Burkhardt AG

BereichDerivatives Public Distribution
StraßeKönigsallee 21-23
Ort40212 Düsseldorf
Infoline0800/4000 910 (Inland, kostenlos)
00800/4000 9100 (Ausland, kostenlos)
Hotline für Berater0211/910-4722
Fax0211/910-91936
Internetwww.hsbc-zertifikate.de
E-Mailzertifikate@hsbctrinkaus.de