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DAX® (Daily) - 200-Tages-Linie als Retter in der Not?

200-Tages-Linie als Retter in der Not?
Den dritten Tag in Folge hat sich der DAX® gestern mit der 200-Tages-Linie (akt. bei 6.370 Punkten) auseinandergesetzt. Der ausgeprägte Docht der gestrigen Tageskerze dokumentiert aber nach wie vor, dass eine Stabilisierung auf dieser Basis nicht so recht gelingen will. Bei einem Bruch der meistbeachteten Glättungslinie rückt vielmehr der Erholungstrend seit Anfang Juni (akt. bei 6.319 Punkten) in den Fokus. Können die deutschen Standardwerte auch diese Bastion nicht verteidigen, wird ein schnelles Schließen der Kurslücke vom 29. Juni bei 6.262/40 Punkten wahrscheinlich. Übergeordnet müsste dann ohnehin die gesamte Erholungsbewegung seit Anfang Juni als „bearishe“ Korrekturflagge interpretiert werden, was perspektivisch einen Stresstest des Tiefs vom Juni bei 5.914 Punkten impliziert. Auf der Indikatorenseite ist das jüngste MACD-Verkaufssignal hervorzuheben, das sich aufgrund der gestrigen Kursentwicklung nochmals verfestigt hat. Um das Pendel doch noch zugunsten eines Stabilisierungsszenarios ausschlagen zu lassen, ist aber zumindest ein Anstieg über das gestrige Tageshoch bei 6.475 Punkten vonnöten.

DAX® (Daily)
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Verschnaufpause im Gang
Kurz vor dem Allzeithoch bei 146,89 scheint die Marktteilnehmer beim Euro-BUND-Future der Mut verlassen zu haben. Als Belastungsfaktor sollte sich dabei die gestern diskutierte Konstellation im Chart der 10-jährigen Rendite erweisen. So stellt das „false break“ unter das bisherige historische Renditetief bei 1,1270 % in Kombination mit einem potentiellen Doppelboden eine Steilvorlage für temporär anziehende Renditen dar. Untermauert wird diese Einschätzung durch die jüngste Entwicklung beim Euro-BUND-Future. Insbesondere das Abwärtsgap von vorgestern (145,52 zu 145,49) – bei einem Zinsbarometer kein alltägliches Phänomen – spricht für eine Atempause als Reaktion auf die Rally seit Ende Juni von knapp 140 auf gut 146, zumal die Umsätze dabei im Vergleich zu den Vortagen deutlich anzogen. Per Saldo sollten Anleger derzeit eine Konsolidierung zumindest bis zur 38-Tages-Linie (akt. bei 143,30) bzw. zum Hoch vom 18. Juni bei 143,09 einkalkulieren. Unterhalb der genannten Marken dürfte sich das erwartete Kräftesammeln zu einer größeren Korrektur auswachsen. Auf der Oberseite bringt dagegen ungeachtet des gestrigen „Hammers“ erst ein Schließen der o. g. Kurslücke die Bullen wieder zurück ins Spiel.

Euro-BUND-Future (Daily)
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Dekadentief – und nun?
Die ganze Misere der europäischen Einheitswährung hinterlässt auch im Kursverlauf zum japanischen Yen deutliche Spuren. So sorgt das Unterschreiten der Tiefpunkte vom Januar bzw. Juni bei 97,01 JPY bzw. 95,57 JPY für den tiefsten Stand seit November 2000. Die nächste Chance auf eine technische Erholung bietet sich dem Euro nun auf Basis der fallenden Trendlinie (siehe Chart; akt. bei 94,01 JPY), die zusammen mit dem Anfang April etablierten Baissetrend (akt. bei 98,72 JPY) die Begrenzungen einer „bullishen“ Keilformation definiert. Neben diesem Kursmuster senden diverse Indikatoren erste Hoffnungsschimmer. Beispielsweise haben bisher weder Stochastik und RSI noch der trendfolgende MACD das jüngste Mehrjahrestief bestätigt. Eine solche divergente Entwicklung zeugt von einem gewissen Reifegrad des laufenden Baisseimpulses. Für eine nachhaltige Verbesserung der charttechnischen Ausgangslage des Währungspaars ist allerdings ein Ausbruch aus dem o. g. Keil nach oben zwingende Voraussetzung. Im Erfolgsfall wäre auch das angeführte Januartief sowie die 38-Tages-Linie (akt. bei 98,53 JPY) zurückerobert, was einer Aufwärtsreaktion zusätzlichen Nachdruck verleihen würde.

EUR/JPY (Daily)
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Zeit der Ernte
Die Lethargie der letzten Monate – eine ganze Reihe von Monatskerzen hatte sich zuvor innerhalb der Handelsspanne der Kerze vom August 2011 ausgebildet – konnte die Deutsche Wohnen-Aktie im Anschluss an den Bruch des seit Februar 2007 bestehenden Abwärtstrends erwartungsgemäß überwinden (siehe „Daily Trading“ vom 3. April). Mittlerweile ist das Papier in unsere Kurszielzone aus dem 38,2%-Fibonacci-Retracement des gesamten Baisseimpulses von Februar 2007 bis November 2008 (14,12 EUR) und den horizontalen Barrieren bei 14,55/87 EUR vorgestoßen. Da im Tagesbereich zuletzt Notierungen jenseits des oberen Bollinger Bandes erreicht wurden und zudem der Abstand zur 200-Tages-Linie (akt. bei 10,88 EUR) recht groß geworden ist, scheint der Immobilientitel kurzfristig etwas überhitzt zu sein. Vor diesem Hintergrund können tradingorientierte Anleger durchaus Gewinnmitnahmen ins Auge fassen; strategische Langfristinvestoren ziehen dagegen den Stopp für bestehende Engagements zur Gewinnsicherung auf das 2011er-Jahreshoch bei 12,14 EUR nach.

Deutsche Wohnen (Monthly)
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