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Die Guten ins Töpfchen ...
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Fondsmanager sind regelmäßig gezwungen, die größten Positionen ihres Fonds zu veröffentlichen. Diese regulatorische Anforderung verleitet institutionelle Investoren im Vorfeld der Veröffentlichungstermine zum Kauf von Wertpapieren, die zuvor bereits sehr gut gelaufen sind. Schließlich soll keinesfalls der Eindruck erweckt werden, dass man einen Trend falsch eingeschätzt oder gar verpasst hätte. Letztlich führt dieses Verhaltensmuster dazu, dass Titel, die ohnehin schon gut gelaufen sind, dann auf die erhöhte Basis nochmals etwas „draufsatteln“. Das als „window dressing“ bekannte Phänomen ist sicherlich zum Jahresende am stärksten ausgeprägt. Wir haben allerdings bereits zum Halbjahreswechsel überprüft, ob man aus dieser „Bilanzkosmetik aus dem Lehrbuch“ einen Nutzen ziehen kann. Hierfür haben wir die Performance der Gewinnertitel des 1. Halbjahrs in den folgenden sechs Monaten bis zum Jahresende ermittelt. Testgegenstand waren dabei die 110 Einzeltitel aus dem HDAX® bzw. die 500 Mitglieder des S&P 500 während des Zeitraums vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Dezember 2011. (Ergebnisse siehe Analyse 2).
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DAX® (daily)
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... die Schlechten ins Kröpfchen
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Nun aber endlich zu den Ergebnissen unserer Untersuchungen: Im beschriebenen Zeitraum haben 60,96 % der HDAX®-Titel mit positiver Wertentwicklung im 1. Halbjahr dieses Kunststück im 2. Halbjahr wiederholt. Die durchschnittliche Kurssteigerung bis zum Jahresultimo betrug dabei 5,26 % und führt im Vergleich zum durchschnittlichen HDAX®-Zugewinn von 0,36 % zu einer deutlichen Outperformance. Die Analyse des Phänomens beim S&P 500 führt zwar zu einer leicht schlechteren Trefferquote von 58,38 %; dafür verbessert sich die durchschnittliche Kurssteigerung der Gewinnerpapiere im 2. Halbjahr auf 5,64 %. Damit wird die Vergleichsperformance der US-Standardwerte (2,21 %) deutlich in den Schatten gestellt. Selbst wenn man den Return des „Buy-and-hold-investments“ seit Juli 2001 berechnet, so steht jeweils nur eine halb so hohe Wertentwicklung (HDAX® 2,46%; S&P 500 2,71 %) zu Buche. Mit diesem Verfahren ist aber eine psychologische Hürde verbunden. Schließlich setzen Anleger auf Aktien, die bereits zugelegt haben, so dass gewissermaßen auf den „fahrenden Zug“ aufgesprungen wird. Die Ergebnisse zeigen allerdings, dass es sich lohnt, diese psychologische „Klippe zu umschiffen“ und auf die Gewinneraktien einen näheren Blick zu werfen.
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DAX® (weekly)
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Prozyklisch agieren – zum zweiten!
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Trotz der Kursgewinne des gestrigen Handelstages bleibt der Euro-BUND-Future bisher eine klare Weichenstellung schuldig. Vielmehr staut sich die bereits zuletzt beschriebene Konstellation zusehends auf: So verblieb auch die gestrige Schwankungsbreite innerhalb der Tradingrange vom 25. Juni. Da uns dieses „inside“-Muster inzwischen seit drei Tagen begleitet, dürfte es im Anschluss an dessen Aufbrechen zu einem nachhaltigen Bewegungsimpuls kommen. Deshalb bleiben wir bei unserer prozyklischen Positionierung: Wird das „inside“-Muster mit einem Anstieg über das jüngste „swing high“ bei 142,26 nach oben aufgelöst, wäre zunächst der Weg bis zur Widerstandszone aus dem Hoch vom 18. Juni bei 143,09 und der 38-Tages-Linie (akt. bei 143,24) frei. Jenseits der zuletzt genannten Marke rückt bereits wieder das Rekordhoch bei 146,89 ins Blickfeld. Auf der Unterseite sollten Anleger dagegen die Marken von 140,98/95 im Blick haben, deren Unterschreiten das beschriebene Muster „bearish“ auflöst. In der Folge stünden die Schlüsselunterstützungen aus den alten Hochpunkten bei 140 ½, dem adjustierten Aufwärtstrend seit April 2011 (akt. bei 140,04) und der 200-Tages-Linie (akt. bei 138,85) zur Disposition.
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Euro-BUND-Future (daily)
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Von Entspannung keine Spur
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Die jüngste Erholung des Euro zum US-Dollar verlief bereits wieder im Bereich der 38-Tages-Linie (akt. bei 1,2615 USD) im Sande. Während übergeordnet der Bruch des langfristigen Aufwärtstrends seit dem Jahr 2001 (auf Wochenbasis akt. bei 1,2877 USD) für Gegenwind sorgt (siehe Chart), droht im Tagesbereich die Ausprägung einer „bearishen“ Flagge. Per Saldo befindet sich die Einheitswährung im Vergleich zur US-Valuta somit unverändert im Baissemodus. Deshalb müssen Investoren perspektivisch ein Wiedersehen mit dem Tief vom Oktober 2008 bzw. dem bisherigen Jahrestief bei 1,2332/2288 USD einkalkulieren. Wird auch dieser Boden „ausgeschlagen“, droht sogar ein Test des 2010er Tiefs bei knapp 1,19 USD. Im Tagesbereich untermauert die rückläufige Trenddynamik – gemessen am ADX –, dass es sich bei der jüngsten Verschnaufpause nur um eben eine solche gehandelt hat. Mit dem US-Präsidentschaftszyklus – Wahljahre fallen traditionell günstig für den Greenback aus – steht den EUR-Bären in den kommenden Monaten ein weiteres Argument zur Verfügung. Interessant ist dabei, dass das zyklische Tief dabei regelmäßig knapp vor dem eigentlichen Wahltermin ausgeprägt wird.
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EUR/USD (weekly)
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