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DAX® - Die Marktstruktur – eine kritische Analyse

Die Marktstruktur – eine kritische Analyse
Den Wochenauftakt wollen wir nutzen, um die grundsätzliche Marktverfassung nach der dynamischen DAX-Rally um gut 1.000 Punkte seit Anfang Juni auf den Prüfstand zu stellen. Das entscheidende Stichwort lautet dabei „divergente Entwicklung“, denn gleich mehrfach ist dieses Phänomen festzustellen. Gemäß der Dow Theorie sollen sich DJIA und Dow Jones Transportation gegenseitig bestätigen. Während die Industriewerte zuletzt jenseits der 13.000er-Marke neue zyklische Hochs verbuchen konnten, geht die Schere zu den Transporttitel auf, die seit Ende Juni südwärts tendieren. Wenn man zudem die Anzahl NYSE-Aktien analysiert, die zuletzt neue 52-Wochen-Hochs erreicht haben, so ist diese signifikant niedriger als Anfang Juli. Zu guter letzt befindet sich der Smart Money Flow Index seit Ende Juli auf dem Rückzug, so dass eine Bestätigung der jüngsten Hochs beim DJIA bzw. S&P 500 bisher auf sich warten lässt. In dieser Gemengelage dürfte es den US-Standardaktienindizes schwer fallen unmittelbar auf neue Jahreshochs durchzustarten, so dass auch den heimischen Blue Chips spätestens bei 7.194 Punkten die Luft ausgehen dürfte.

DAX® (Daily)
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Unterstützungskreuz aus dem Lehrbuch
Es riecht wieder einmal danach als würde der Euro-BUND-Future an einer wichtigen Chartmarke die Kurve kratzen. Im konkreten Fall ist die Kombination aus dem adjustierten Haussetrend seit April 2011 (akt. bei 142,47) und der Parallelen (akt. bei 142,26) zum Basisaufwärtstrend seit Sommer 2008 gemeint. Auf dieser Basis wurde in der abgelaufenen Woche ein „hammerähnliches“ Kursmuster ausgeprägt, was den unterstützenden Charakter der angeführten Bastion unterstreicht. Trotz der massiven negativen Divergenzen von Indikatorenseite – weder RSI noch MACD bestätigen seit September vergangenen Jahres neue zyklische Hochs durch entsprechende Indikatorenpendants – fehlt es damit durch die charttechnische Brille betrachtet nach wie vor an einem Signalgeber, dass die Bären aus den beschriebenen Divergenzen auch tatsächlich Kapital schlagen können. Als ebensolchen definieren wir ein Abgleiten unter das o. g. Unterstützungskreuz. Bei einer negativen Weichenstellung rückt die nächste Schlüsselzone aus der 38-Wochen-Linie (akt. bei 140,30) und diversen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 140 in den Fokus. Unterhalb dieser Marken wäre dann sogar ein klassisches Doppeltop komplettiert, was derzeit aber (noch) absolute Zukunftsmusik ist.

Euro-BUND-Future (Weekly)
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Ins Rollen gekommen
Mit unserer Analyse vom 4. Juli hatten wir das seltene Glück, einen Titel nahezu auf dem Tief abzugreifen. Der jüngste Chartverlauf der Thyssen-Aktie ist zudem ein guter Beleg dafür, dass es im Anschluss an Fehlausbrüche – im konkreten Fall unter die Tiefs von 2009/2008 bei 12,22/11,71 EUR – regelmäßig zu schnellen dynamischen Gegenbewegungen kommt. Nach acht positiven Wochenkerzen in Folge kann man hinter diese alte Tradingweisheit aber getrost den Haken setzen. Allerdings steht auf dem gegenwärtigen Niveau u. E. den jüngsten Kursavancen eine wichtige Nagelprobe ins Haus. Schließlich bilden die 2011er-Tiefs bei 16,67/74 EUR zusammen mit dem 50%-Fibonacci-Retracement des Baisseimpulses seit Februar 2012 (17,37 EUR) und der 200-Tages-Linie (akt. bei 17,46 EUR) eine sehr markante Widerstandszone. Aufgrund der überkauften Situation im Tagesbereich (z. B. RSI, Bollinger Bänder) können tradingorientierte Anleger in diesem Dunstkreis durchaus Gewinnmitnahmen ins Auge fassen, während längerfristig ausgerichtete Investoren den Stopp für bestehende Longpositionen auf die letzten Hochpunkte bei gut 15 EUR nachziehen.

ThyssenKrupp (Weekly)
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Buy-Trigger verfehlt seine Wirkung nicht
Die ausgeprägten Lunten der letzten drei Monatskerzen in Kombination mit dem Spurt über die Widerstandszone aus dem Baissetrend seit März 2011 (akt. bei 6,87 EUR) und dem 38,2%-Fibonacci-Retracement des entsprechenden Abwärtsimpulses (7,04 EUR) sorgten in Bezug auf die DIC-Aktie für den erwarteten Befreiungsschlag (siehe „Daily Trading“ vom 3. August). Zusätzlicher Rückenwind kommt derzeit von Seiten der Trendfolger MACD und Aroon, die mit synchronen neuen Einstiegssignalen das Risiko eines „false breaks“ reduzieren. Vor diesem Hintergrund gehen wir perspektivisch von einem nachhaltigen Sprung über das Hoch vom April bei 7,69 EUR aus. Jenseits dieser Marke wäre dann sogar „Luft nach oben“ um die Parallele zum im Dezember 2011 etablierten Aufwärtstrend (akt. bei 9,01 EUR) ins Visier zu nehmen. Letztlich lässt die angeführte Trendkanalbegrenzung sogar genügend Raum um langfristig das Hoch vom Oktober 2009 bei 9,28 EUR wieder anzupeilen. Um die gute Ausgangslage nicht auf´s Spiel zu setzen, gilt es fortan, die eingangs angeführten Ausbruchsmarken unbedingt zu verteidigen.

DIC Asset (Weekly)
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