| Divergenzen trüben die Euphorie |
| Der DAX® ist derzeit nicht klein zu kriegen, so dass nicht nur die alte Abwärtskurslücke von Anfang April (obere Gapkante bei 6.981 Punkten) nahezu vollständig geschlossen wurde, sondern gleichzeitig die runde 7.000er-Marke mehr und mehr in Schlagdistanz gerät. Nach der jüngsten Kursrally um mehr als 600 Punkte in nicht einmal zwei Wochen dürften die Bäume aber keinesfalls mehr in den Himmel wachsen. Diese Aussage stützt sich vor allem auf die in den letzten Tagen ausgeprägten negativen Divergenzen seitens des RSI und des MACD, die zuletzt neue Hochstände nicht mehr durch entsprechende Indikatorenpendants bestätigt haben. Vor diesem Hintergrund sollten aktive Anleger die obere Begrenzung (akt. bei 6.919Punkten) des Anfang Juni etablierten Haussetrendkanals unbedingt beachten. Fallen die deutschen Standardwerte in den beschriebenen Trendkanal zurück, dürfte diese Weichenstellung zumindest eine temporäre Atempause einläuten. Die Kombination aus dem Hoch vom 31. Juli bei 6.835 Punkten und der 38-Stunden-Linie (akt. bei 6.832 Punkten) dient dann als erste Auffangzone. |
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| DAX® (1 Hour) | |
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| Aufwärtstrend rückt näher |
| Jetzt ist es passiert! Der Euro-BUND-Future hat gestern unseren Sell-Trigger in Form der Haltezone aus der 38-Tages-Linie (akt. bei 143,25) und dem Hoch vom 18. Juni bei 143,09 ausgelöst. Erwartungsgemäß haben sich in der Folge die jüngsten beiden Verlaufstiefs bei 142,68/64 nur als Durchgangsstationen auf dem Weg nach Süden erwiesen. Mit Blick auf das bestehende Verkaufssignal seitens des trendfolgenden MACD – inzwischen ist auch der Aroon diesem Beispiel gefolgt – dürfte der Druck auf das Zinsbarometer in den nächsten Tagen hoch bleiben. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger die nächste Auffangmarke in Form des adjustierten Haussetrends seit April 2011 (akt. bei 142,01) im Blick haben. Fällt auch diese Bastion, wird ein Stresstest der horizontalen Unterstützungszone aus den verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 140 zusehends wahrscheinlich, deren Bedeutung mittlerweile durch die 200-Tages-Linie (akt. bei 139,96) unterstrichen wird. Um dagegen den größten Druck vom Euro-BUND-Future zu nehmen, ist zumindest eine schnelle Rückeroberung der Tiefs bei 142,64/68 vonnöten. |
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| Euro-BUND-Future (Daily) | |
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| Kumulationspunkt bei gut 97 JPY |
| Das jüngste zyklische Tief des Euro im Vergleich zum japanischen Yen vom 24. Juli bei 94,09 JPY – gleichbedeutend mit dem tiefsten Stand seit November 2000 – wurde nicht mehr durch entsprechende Indikatorpendants bestätigt. Solche positiven Divergenzen wie sie beispielsweise RSI und MACD derzeit aufweisen, zeugen von einem hohen Reifegrad des vorliegenden Baisseimpulses. Damit die Einheitswährung aus dieser Konstellation allerdings Kapital schlagen kann, ist ein Sprung über das Widerstandsbündel bei gut 97 JPY vonnöten. Auf diesem Niveau fällt das Januartief bei 97,01 JPY mit dem Abwärtstrend seit April (akt. bei 97,46 JPY) und der 38-Tages-Linie (akt. bei 97,86 EUR) zusammen. Die besondere Bedeutung dieses Kumulationspunktes wird zusätzlich durch die Tatsache unterstrichen, dass bei einem erfolgreichen Befreiungsschlag gleichzeitig eine klassische Keilformation nach oben aufgelöst wäre. Im Erfolgsfall winkt der europäischen Valuta zumindest eine Erholung bis zur Kombination aus dem 38,2%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung seit März (100,71 JPY) sowie den jüngsten Erholungshochs bei 101,39/62 JPY. |
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| EUR/JPY (Daily) | |
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