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DAX® - Indizien sprechen für eine Atempause

Indizien sprechen für eine Atempause
Das gestern diskutierte „false break“ beim S&P 500 (siehe Analyse unten) hat sich gestern als der erwartete Belastungsfaktor für den deutschen Aktienmarkt erwiesen. Da das Bewegungshoch vom Vortag bei 7.105 Punkten somit von zwei tieferliegenden Hochs eingerahmt wird, entsteht ein klassisches „swing high“. Ein solches Kursmuster markiert regelmäßig zumindest kurzfristige Marktwendepunkte. Durch die charttechnische Brille betrachtet, schlägt der Rückfall in den seit Anfang Juni bestehenden Aufwärtstrendkanal (obere Begrenzung akt. bei 7.070 Punkten) in die gleiche Kerbe. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger nun vor allem den ehemaligen Baissetrend seit Mai 2011 (auf Wochenbasis akt. bei 6.995 Punkten) im Auge behalten. Wird auch diese Trendlinie erneut unterschritten, dürfte sich das jüngste Kräftesammeln zu einer größeren Korrektur ausweiten. Die Kombination aus den jüngsten Tiefpunkten bei knapp 6.900 Punkten und dem Hoch von Anfang Mai bei 6.876 Punkten stellt dann den nächsten Auffangbereich dar, bevor die 38-Tages-Linie (akt. bei 6.713 Punkten) wieder auf die Agenda rückt.

DAX® (Daily)
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Nagelprobe steht ins Haus
Aus dem als klassischer „Hammer“ ausgebildeten “inside day” vom Vortag konnte der Euro-BUND-Future gestern Kapital schlagen. Unter dem Strich hat das Tageshoch vom Vortag bei 141,99 also gute Dienste als Signalgeber für einen neuen Aufwärtsimpuls geleistet. Mit dem ehemaligen Aufwärtstrend seit April 2011 (akt. bei 142,79) steht nun aber eine wichtige Hürde vor der Tür. Eine Rückkehr in den Trend sehen wir nach wie vor als wichtige Voraussetzung dafür an, um die bestehenden Abwärtsgefahren beim deutschen Rentenbarometer einzudämmen. Für diese sorgt unverändert das Damoklesschwert „Doppeltopp“. In diesem Zusammenhang kommt dem Haltebündel aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 140,26), diversen Hoch- und Tiefpunkten bei rund 140 sowie einem Fibonacci-Cluster aus zwei verschiedenen Retracements (139,89/71) eine entscheidende Bedeutung zu, denn ein Abgleiten unter diese Bastion würde das Pendel zugunsten der diskutierten oberen Umkehr ausschlagen lassen. Da sich aus einer negativen Weichenstellung ein rechnerisches Abschlagspotential von rund 650 Ticks ergibt, sollten auch strategische Positionen auf Basis der Bastion bei rund 140 abgesichert werden.

Euro-BUND-Future (Daily)
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Akute „false break“-Gefahren
Der S&P 500 konnte jüngst nur temporär ein neues Jahreshoch (1.427 Punkte) markieren, während die amerikanischen Standardwerte auf Schlusskursbasis sofort wieder unter den alten Rekordstand von 1.422 Punkten zurückfielen. Neben dem beschriebenen „intraday reversal“ sorgt die rote Kerze mit markantem Docht für einen Belastungsfaktor, zumal dieses Candlestickmuster gleichzeitig einen Rückfall unter die Trendlinie (akt. ebenfalls bei 1.422 Punkten) brachte, die die verschiedenen Hochs seit Mitte Juni verbindet (siehe Chart). Vor dem Hintergrund der Risse in der grundsätzlichen Marktverfassung (siehe „Daily Trading“ vom 16. August) – Stichworte: divergente Entwicklung bei DJIA und DJ Transportation und der Anzahl Aktien mit neuen 52-Wochen-Hochs, VIX als Maßstab für die Volatilität auf Mehrjahrestief – dürfte eine Korrektur im Anschluss an den beschriebenen Fehlausbruch auf fruchtbaren Boden fallen. Unter saisonalen Aspekten legen zudem sowohl der Dekaden- als auch der US-Präsidentschaftszyklus eine Konsolidierung nahe. Das Hoch vom Mai 2011 bei 1.371 Punkten bildet zusammen mit dem Aufwärtstrend seit Anfang Juni (akt. bei 1.369 Punkten) ein wichtiges Korrekturziel.

S&P 500® (Daily)
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Ende der Herrlichkeit
Die gegenwärtige Chartkonstellation bei der K+S-Aktie stufen wir als sehr gefährlich ein: Im Anschluss an eine dynamische Rally von mehr als 35 % seit Anfang Juni kam es gestern zur Ausprägung einer kleinen Abwärtskurslücke (40,69 zu 40,62 EUR), was nach dem vorangegangenen Lauf die Vermutung eines „Ermüdungsgaps“ nahelegt. Erhärtet wird diese Annahme durch die zuvor ausgeprägten negativen Divergenzen seitens des MACD und des RSI. Ersterer droht sogar von seiner Signallinie sofort wieder nach unten abzuprallen („bullish failure“), was in der Vergangenheit regelmäßig neue Kursabschläge nach sich gezogen hat. Für das „i-Tüpfelchen“ sorgt in diesem Zusammenhang der Bruch des Aufwärtstrends seit Mitte Juni (akt. bei 40,83 EUR). Deshalb sollten strategische Investoren Gewinnmitnahmen ins Auge fassen, während unter Tradingaspekten kurzfristige Shortpositionen Charme haben. Die erste wichtige Haltezone speist sich dabei aus dem Tief vom 26. Juli bei 37,47 EUR, der 38 % -Korrektur des jüngsten Aufwärtsimpulses (37,16 EUR) und der 200-Tages-Linie (akt. bei 37,00 EUR).

K + S (Daily)
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