| Jahreshoch im Visier |
| Nachdem der DAX® am Vortag noch an der 38-Tages-Linie (akt. bei 7.314 Punkten) scheiterte, machte es das Aktienbarometer gestern besser. Dabei ließen sich die Bullen auch nicht vom niedrigen Handelsvolumen aufgrund des Feiertages in einigen Teilen der Republik ausbremsen. Vielmehr eröffnet die Rückeroberung der o. g. Durchschnittslinie ein direktes Durchstarten in Richtung der jüngsten Hochs bei 7.448/79 Punkten. Wenngleich wir weiterhin die Oberseite favorisieren, wollen wir zum Wochenabschluss dennoch ein verstärktes Augenmerk auf die Risikobetrachtung legen. So würde ein Schließen der Kurslücke vom 30. Oktober bei 7.239/25 Punkten für einen ersten Wermutstropfen sorgen. Sehr viel bedeutender ist aus charttechnischer Sicht aber die Kombination aus diversen Hoch- und Tiefpunkten bei knapp 7.200 Punkten auf der einen und dem Anfang Juni etablierten Aufwärtstrend (akt. bei 7.174 Punkten) auf der anderen Seite. Ein Bruch der angeführten Kreuzunterstützung käme einem ungleich schwereren Schlag ins Kontor gleich, so dass auf dieser Basis bestehende Longengagements abgesichert werden sollten. |
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| DAX® (Daily) | |
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| Im Dunstkreis des Baissetrends |
| Noch stärker als am Aktienmarkt schlug sich der gestrige Feiertag beim Euro-BUND-Future nieder. So führte die Abwesenheit einer ganzen Reihe von Marktteilnehmern zu einem unterdurchschnittlichen Handelsvolumen von lediglich gut 515.000 Kontrakten. Passend dazu fiel dann auch die Schwankungsbreite mit nur 37 Ticks sehr dürftig aus, und es steht im Tagesbereich ein klassischer „doji“ zu Buche. Damit gelang es zuletzt zwar sowohl die 200-Tages-Linie (akt. bei 141,27) zurückerobern als auch den seit Ende Juli bestehenden Baissetrend (akt. bei 141,34) zu den Akten zu legen, Anschlusskäufe blieben allerdings aus. Diese dürften dann auf den Plan treten, wenn der Sprung über die letzten Hochpunkte bei 141,95 bzw. 142,00 gelingt. Im Erfolgsfall wäre der Weg endgültig frei, um die verbliebene Kurslücke aus dem Rollover von Anfang Mai (obere Gapkante bei 142,31) zu schließen. Oberhalb dieser Marke wird das nächste Anlaufziel durch das Hoch von Ende August bei 144,37 abgesteckt. Um die gute Ausgangslage nicht leichtfertig auf’s Spiel zu setzen, gilt es fortan, die oben angeführte 200-Perioden-Glättung nicht mehr zu unterschreiten, was dieses Level als Absicherung prädestiniert. |
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| Euro-BUND-Future (Daily) | |
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| Ein kleiner Zündfunke … |
| … und die Allianz-Aktie dürfte durchstarten. Doch der Reihe nach: Die Rückeroberung der 38-Monats-Linie in Verbindung mit dem Bruch des seit Mitte 2007 bestehenden Baissetrends (akt. bei 86,69 EUR bzw. 87,75 EUR) versetzt das Versicherungspapier in eine vielversprechende Ausgangslage. Was jetzt aus charttechnischer Sicht noch fehlt, ist ein Bruch des dominierenden, im Jahr 2000 aufgenommenen Baissetrends (akt. bei 98,22 EUR). Gelingt es diesen Trend zu den Akten zu legen, winken dem Titel Notierungen oberhalb der verschiedenen Hoch- und Tiefpunkte bei rund 108 EUR. Der besondere Charme dieses Befreiungsschlags liegt darin, dass dann auch der erste Teil eines verschachtelten Kursmusters nach oben aufgelöst wäre. So ist das aufsteigende Dreieck seit Herbst 2011 Teil des größeren Pendants, das sich seit November 2008 (siehe Chart) ausbildet. Auf eine erfolgreiche Weichenstellung lassen derzeit zudem die trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon hoffen, die zuletzt synchron neue Einstiegssignale generiert haben. Aber auch relativ im Vergleich zum Stoxx Europe 600 macht der Sektor ein gute Figur, denn nach einer langen Phase der Underperformance seit Beginn des Jahrtausends gelang zuletzt der Abschluss einer Bodenbildung. |
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| Allianz (Monthly) | |
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