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Europa in der Krise |
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Europa steckt in einer tiefen Krise. Der Ausbruch der globalen Finanzkrise hat die Konstruktionsfehler des Euros aufgedeckt. Hohe Schulden einiger EU-Länder, Ungleichgewichte im Handel und die unterschiedliche Wettbewerbsfähigkeit haben den Euro in Gefahr gebracht. Nur mit deutlicher Intervention der Europäischen Zentralbank und riesigen Rettungsschirmen der Regierungen, wie dem ESFS und dem ESM in noch nie dagewesenen Größenordnungen von jeweils 780 Mrd. EUR und 700 Mrd. EUR, konnte ein Zusammenbrechen der Eurozone verhindert werden.
Ausgelöst wurde die Krise von Griechenland, das gerade einmal 2% der Wirtschaftsleistung der Eurozone ausmacht. Schon bald deckten die Märkte aber viel größere Konvergenzunterschiede auf. Es wurde deutlich, dass der Zinsvorteil, den eine Mitgliedschaft in der Europäischen Gemeinschaft mit sich brachte, zu einer deutlichen Überschuldung nicht nur in Griechenland, sondern auch in Irland, Portugal, Italien und Spanien geführt hat. Das hatte zur Folge, dass die Renditen der betroffenen Länder in die Höhe geschnellt und die Aktienmärkte stark eingebrochen sind. Weitreichende strukturelle Reformen wurden nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen. Zugleich werden diesen Ländern enorme Sparanstrengungen abverlangt, um ihre Haushaltsdefizite in den Griff zu bekommen und Schulden weiter abzubauen. Große sorgen bereiten der EU dabei die Volkswirtschaften Italiens und Spaniens. Bei einer Insolvenz dieser Größenordnung wäre Europa völlig überfordert. Darum liegt das Augenmerk der Märkte jetzt auf den beiden Staaten. Die Finanzierungskosten der Staaten sind schon über die kritische Marke von 7% für zehnjährige Anleihen gestiegen. Immer wieder sollten die Märkte mit Erfolgsmeldungen über gelungene Reformen oder wirtschaftliche Leistungen beruhigt werden. Dennoch wurden die Konsolidierungsbemühungen von den Märkten bisher nur kurzfristig honoriert. Gute wie schlechte Unternehmen sind in Sippenhaft. Entsprechend negativ haben sich auch die Aktienmärkte entwickelt. Krisen sind Chance und Risiko zugleich Die Stimmung an den Märkten in den Peripherieländern ist nicht gut. Ängste vor einer Verstaatlichung des gesamten Bankensystems, Protektionismus, Kapitalkontrollen und sogar dem Ende des Euros gehen um. Tatsächlich kann schlechtes Wirtschaften zum Verfall einer Volkswirtschaft führen. Es gibt in der Geschichte aber auch Beispiele, bei denen die Wende zum Besseren gelang. Die Russland- oder Asienkrise (1997 - 1999) sind verheerend verlaufen und haben für manche Länder sogar den Teilbankrott bedeutet. Die betroffenen Länder haben es geschafft, durch Haushaltsdisziplin und notwendige Reformen wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Viele der Länder stehen heute deutlich besser da als damals. Diese Beispiele zeigen, dass die Konsolidierung der Krisenländer im Euroraum gelingen kann. In einer tiefen Krise werden nicht funktionierende Unternehmen von besseren Wettbewerbern verdrängt. Überlebensfähige Unternehmen in diesen Ländern müssen ihre Kosten deutlich senken und effizienter werden. Nach einem solchen Zyklus steht die Wirtschaft häufig stabiler da. Auch in den Krisenländern gibt es Qualität In Spanien und Italien werden derzeit viele der Probleme des Landes in den Aktienmarkt eingepreist. Tatsächlich sind die Probleme groß. Dennoch gehören beide Länder zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Italien ist mit 2,060 Mrd. USD die achtgrößte und Spanien mit 1,407 die zwölftgrößte Volkswirtschaft der Welt. Bei dieser Größe gibt es auch Unternehmen, die sehr gut geführt sind und sich durch hohe Qualität auszeichnen. Sie sind international aufgestellt und haben eine wettbewerbsfähige Position in den Märkten, in denen sie präsent sind. Da sie aber im jeweiligen Krisenland sitzen, werden ihre Aktien zu deutlichen Abschlägen gehandelt. Solche Aktien können langfristig die Chance eines hohen Kurssteigerungspotentials bieten, wenn sie in der Wahrnehmung der Anleger von der Sippenhaft befreit werden und sich ihr Kurs wieder stärker an ihrem inneren Wert orientiert. Diese Überlegung bildet die strategische Grundlage für Auflegung dieses Value Zertifikats. RBS Euro-Peripherie Value Select TR Zertifikat Mit dem RBS Euro-Peripherie Value Select TR Zertifikat können Anleger an einem Korb von Aktien, die fundamental starke Kennzahlen aufweisen, partizipieren. Die Identifikation dieser Aktien unterliegt einem vielfältigen Auswahlprozess, der aus 20.000 Aktien15 Werte mit den besten Ergebnissen aussucht. Diese Selektion findet nach strikten Kriterien und hohen Anforderungen statt, der jede Aktie gerecht werden muss, um als Bestandteil des Value Zertifikats in Frage zu kommen.
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