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Notenbanken auf Horchposten |
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Fed und EZB demonstrieren Handlungsbereitschaft.
Am Mittwoch trafen sich die Mitglieder der Federal Reserve (Fed) in den USA zu ihrer turnusmäßigen Sitzung. Beschlossen wurde, erst einmal nichts zu tun. Doch in ihrer Abschlusserklärung schreiben sie, dass die Fed "bei Bedarf eine zusätzliche Stützung der Wirtschaft bereitstellen wird, um eine stärkere wirtschaftliche Erholung zu fördern". Am Markt wurde diese Formulierung allgemein als zunehmende Bereitschaft interpretiert, eine weitere Runde von Anleihekäufen durchzuführen. In eine ähnliche Richtung stößt auch die Europäische Zentralbank (EZB), die in ihrer Sitzung am Donnerstag beschloss, in Kooperation mit dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) Anleihen der Krisenstaaten aufzukaufen, um deren Zinslast zu drücken. Damit reagieren die westlichen Notenbanken auch auf die sich eintrübenden Konjunkturaussichten. Die US-Regierung hat erst vor wenigen Tagen ihre Wachstumsprognose für dieses und kommendes Jahr nach unten angepasst. Man geht nun von einem Wachstum von 2,3 Prozent für 2012 und von 2,7 Prozent für 2013 aus. An den Märkten stehen im Moment aber nicht so sehr die Konjunkturaussichten im Vordergrund, sondern die Glaubwürdigkeit der Notenbanken. Schaffen sie es, mit schlagkräftigen Argumenten und vehementem Eingreifen das Vertrauen der Anleger in die grundsätzliche Lösbarkeit der Probleme zu stärken, könnte dies auch dem Aktienmarkt auf die Beine helfen.
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