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Syngenta AG - weitere Investitionen in Schwellenmärkte
Die Syngenta AG ist eines der weltweit größten Agrarchemieunternehmen mit Sitz in Basel. Der Konzern beschäftigt rund 26.000 Mitarbeiter in über 90 Ländern. International ist der Konzern in den Geschäftsfeldern Saatgut, Pflanzenschutz und Düngemittel tätig. Dabei entwickelt, produziert und vertreibt Syngenta Produkte und Dienstleistungen, zu denen u.a. Saatgut für Fruchtpflanzen, Gemüse und Blumen sowie Herbizide und Fungizide gehören. Der Schweizer Konzern erwirtschaftete im Jahre 2011 einen Umsatz von 11,76 Mrd. CHF und einen Nettogewinn von rund 1,42 Mrd. CHF. Im ersten Halbjahr 2012 konnte Syngenta ein gutes Umsatzwachstum verzeichnen. Trotz anfänglicher Kälte in Europa und heftiger Regenfälle wuchs der Umsatz in der Region Europa, Afrika und Naher Osten um rund 3%. In Nordamerika konnte der Umsatz aufgrund der hohen Nachfrage der US-Farmer sogar um knapp 25% gesteigert werden. Der Gesamtumsatz des Konzerns wurde im ersten Halbjahr um rund 36% auf 5,91 Mrd. CHF und der Nettogewinn um mehr als das anderthalbfache auf 372 Mio. CHF gesteigert. Ein weiterer Erfolg sei zudem die vollständige Integration der zuvor getrennten Geschäftsbereiche Saatgut und Pflanzenschutz. Diese habe zum Ziel, durch Zentralisierung von Supportdienstleistungen Kosten zu senken und dem Kunden zukünftig ein komibiniertes Portfolio an Produkten und Dienstleistungen anbieten zu können. Die Analysten von Vontobel Research sehen als möglichen Risikofaktor des Umsatzes die angehende Trockenheit in Nordamerika. Das Angebot an Mais sei dadurch in diesem Jahr schon deutlich verknappt worden. Bei Stilllegung der Felder sinke folglich auch der Umsatz an Pestiziden. Diese kurzfristige Verknappung des Angebots habe bereits zu steigenden Preisen geführt. Hohe Preise verleiten allerdings zu künftigen Angebotsausweitungen und eventuell zu einer höheren Nachfrage nach ertragsverbessernden Investitionen von seiten der Farmer. Dies könnte mittel- bis langfristig wiederum Syngenta zu Gute kommen, so die Meinung der Analysten. Laut eigenen Aussagen der Unternehmensspitze konzentriere man sich für das zweite Halbjahr auf den Markt in Lateinamerika. Besonders im Fokus stand in den Nachrichten vor allem Argentinien. Syngenta errichte dort für rund 50 Mio. USD eine neue Fabrik zur Verarbeitung von Mais- und Sonnenblumensaatgut. Die Gesamtinvestitionen in Argentinien sollen rund 100 Mio. USD betragen. Die weltweite Expansion vollziehe sich auch in Afrika, wo Syngenta den Ausbau von Vertriebsnetzen, Produktionsanlagen und Logistik plane. Das Ziel sei, den Umsatz zu vervielfachen, nachhaltig zu wirtschaften und langfristig die Groß- und Kleinbauern mit Wissen, Technologien und Ressourcen zu versorgen. Der Umsatz, welcher in dieser Region zurzeit noch 400 Mio. USD beträgt, solle auf jährlich bis zu 1 Mrd. USD gesteigert werden. Dazu plane der schweizer Konzern in den nächsten zehn Jahren Investitionen von bis zu 500 Mio. USD. Anleger sollten beachten, dass die Umsatzzahlen von Syngenta von vielen Einflussfaktoren abhängig sind, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen kein Indikator für die Zukunft. Darüber hinaus sind internationale Engagements stets regulatorischen Risiken ausgesetzt, welche kurz- und langfristig zu negativen Effekten führen könnten und sich negativ auf den Aktienkurs auswirken könnten. Bei einem aktuellen Kurs von 334,00 CHF bewerten derzeit 19 Analysten bei Bloomberg die Syngenta-Aktie mit "KAUFEN" und 11 Analysten mit "HALTEN". 4 Analysten setzen die Syngenta-Aktie auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 338,52 CHF. Discount-Zertifikat auf Syngenta AG
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