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Transocean - wieder grünes Licht in Brasilien
Die Transocean Ltd. mit ihrem Firmensitz im Schweizerischen Kanton Zug ist ein international tätiges Off-Shore-Tiefseebohrunternehmen. Der hauptsächliche Geschäftsbereich des Unternehmens ist auf die Konstruktion von Off-Shore-Anlagen zur Förderung von Erdgas und Erdöl durch Bohrlöcher in tiefer See (sog. Deepwaterdrilling) spezialisiert. Insgesamt beschäftigt Transocean über 21.000 Mitarbeiter auf einer Vielzahl von Förderanlagen in der Nähe von Küsten auf beinahe dem gesamten Globus. Im Jahre 2011 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von etwa 9,14 Mrd. USD. Transocean hat zehn Bohrinseln vor der Küste Brasiliens unter Vertrag, welche nach eigenen Angaben zusammen rund elf Prozent des gesamten Konzernumsatzes ausmachen. Zum Ende vergangener Woche war bekannt geworden, der Oberste Gerichtshof in Rio de Janeiro habe eine einstweilige Verfügung gegen Transocean erlassen, wonach der Bohrinselbetreiber innerhalb von 30 Tagen all seine Operationen vor der Küste Brasiliens einzustellen habe. Dies hätte enorme Einbußen für das Tiefseeunternehmen bedeutet. In der Nacht zum vergangenen Montag ließen die Medien jedoch die Eilnachricht verlauten, der geplante Stopp sei von den Richtern wieder aufgehoben worden. Die brasilianische Aufsichtsbehörde der Ölindustrie, ANP, soll einen Antrag zur Aufhebung der Verfügung gestellt haben. Nach eigenen Angaben werden allein sieben Bohranlagen des staatlichen Erdölkonzerns Petrobras von Transocean betrieben. Transocean soll jedenfalls alle operativen Tätigkeiten auf den Off-Shore-Feldern Brasiliens fortführen dürfen, mit Ausnahme des sogenannten Campo de Frade. Auf diesem Feld trat im November letzten Jahres ein Leck an einem Bohrloch auf. Dies sei vor diesem Hintergrund einer der Hauptgründe für den Beschluss des brasilianischen Gerichts zum Förderstopp gewesen. Weitere gute Neuigkeiten für Transocean könnte es zudem dank eines kürzlich geschlossenen Vertrags mit dem Mineralölriesen Royal Dutch Shell geben. Dieser beinhalte Medienberichten zufolge den Auftrag über die Konstruktion und Lieferung von vier Ultra-Tiefwasser Bohrschiffen. Diese sogenannten "Drillships" punkten gegenüber stationären Bohrinseln mit ihrer Mobilität und sollen vor allem dort zum Einsatz kommen, wo Bohrinseln nicht befestigt werden können. Sie sollen bei Wassertiefen bis zu 3,6 km arbeiten und mehr als 12 km tief bohren können. Dabei setze Transocean seine innovative Technologie ein, mit deren Hilfe man zwei Bohrvorgänge gleichzeitig durchführen kann. Seit den Vorfällen der Vergangenheit unterliegen Tiefseebohrungen enormer Prüfung und regulatorischer Aufsicht. Die Ölvorkommen an Land würden allerdings zur Neige gehen, weshalb Ölfirmen immer mehr auf Tiefseereserven angewiesen seien und somit auch die Nachfrage nach entsprechenden Technologien, wie Transocean sie anbietet, in Zukunft weiter steigen könnte. Anleger sollten beachten, dass die Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung des Aktienkurses von Transocean von vielen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen kein Indikator für die Zukunft. Weitere regulatorische Maßnahmen seitens der Staaten, in deren Gewässern Transocean seine Off-Shore-Anlagen betreibt, könnten zu erheblichen Umsatz- und Gewinneinbrüchen und damit zu einer entsprechend negativen Entwicklung des Aktienkurses führen. Zudem ist der Kurs der an der Schweizer Börse SIX kotierten Aktie den Schwankungen des EUR/CHF-Wechselkurses ausgesetzt. Bei einem aktuellen Kurs von 42,47 CHF bewerten derzeit 29 Analysten bei Bloomberg die Transocean-Aktie mit "KAUFEN" und 18 Analysten mit "HALTEN". Kein Analyst auf Bloomberg setzt Transocean auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 57,26 CHF. Open-End Call-Turbo-Optionsschein auf Transocean Ltd.
Open-End Put-Turbo-Optionsschein auf Transocean Ltd.
Long Mini-Future auf Transocean Ltd.
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