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DAX SENTIMENT INDEX Fester DAX bereitet wenig Freude Eigentlich ist der DAX seit der vergangenen Stimmungserhebung nicht richtig vorangekommen. Wenn man im Vergleich dazu die aktuellen Diskussionen um die geplanten Anleihekäufe der EZB in Betracht zieht, könnte man als Optimist sogar fast ein wenig enttäuscht sein. Denn viele Akteure schienen gerade nach den jüngsten Zeitungsberichten, wonach die EZB angeblich beabsichtigt, ein Limit für die Zinsen der Peripherie-Länder einzuführen und diese Rendite-Obergrenze an Bundesanleihen zu koppeln, fast schon ein bisschen euphorisch geworden zu sein. Zumindest wenn man den Kommentatoren Glauben schenken möchte. Zumal auch die eher halbherzigen Dementi aus der Zentralbank zumindest den Eindruck hinterließen, man plane in Kürze tatsächlich so etwas wie den großen Wurf. Wenn man dann auch noch die Entwicklung des US-Aktienmarktes hinzuzieht, wo der S&P 500-Index ein neues Jahreshoch erklomm, könnte die Börsenwelt doch eigentlich goldener nicht aussehen. Wo doch sogar jüngst eine amerikanische Investmentbank europäische Aktien wiederentdeckt hat und heimischen Werten derzeit sogar vorzieht. Aber die Welt der Kommentatoren ist zurzeit eine andere als die der Händler. Während sich Erstere Gedanken darüber machen, ob etwa die US-Notenbank nun bei ihrer kommenden Sitzung quantitativ lockern wird oder nicht, oder ob Ben Bernanke beim alljährlichen Treffen in Jackson Hole weitere Hinweise auf die Notenbankpolitik geben wird, haben die hiesigen Akteure, die die Börse Frankfurt allwöchentlich befragt, eine dezidierte Meinung: Die Welt sieht schlecht aus. Diese Investoren sind nämlich schon seit einigen Wochen mehrheitlich negativ für deutsche Aktien eingestellt und der Pessimismus hat sich - gemessen an unserem Bull/Bear-Index - sogar noch einmal erhöht, mithin auf den höchsten Stand seit dem 28. April 2010. Damit wird auch klar, warum man hierzulande deutsche Aktien für überbewertet hält und auch für die nähere Zukunft immer wieder auf die Risiken an der Unterseite hinweist. Und so wundert es auch nicht, dass viele Aktienstrategen zur Vorsicht mahnen. Per Saldo haben sich also die Wahrnehmungsverzerrungen (bias) der Vorwoche beim DAX noch einmal verstärkt, wobei sich die Lage der mittlerweile mehrheitlich schiefliegenden Pessimisten noch einmal verschärft hat. Diese benötigen nämlich eine ausgesprochen deutliche Korrektur von mehr als 300 DAX-Zählern nach unten, um mit heiler Haut aus ihrer Untergewichtung herauszukommen. Damit ist der DAX an der Unterseite durch diese zu erwartende Nachfrage recht gut gegen große Einstürze geschützt. Dass die Avancen an der Oberseite derzeit relativ limitiert erscheinen, mag zum einen damit zusammenhängen, dass die mittelfristig orientierten Bären unseres Panels vor dem Jahreshoch (7.194) wohl nicht die Notbremse ziehen und erst jenseits davon für eine ordentliche Squeeze-Bewegung sorgen werden. Zum anderen scheint die Nachfrage aus dem Ausland temporär etwas zum Erliegen gekommen zu sein, wobei der jüngst gestiegene Euro allerdings darauf hindeutet, dass weitere Anschlusskäufe aus dieser Quelle schon bald folgen könnten. Jene sind es auch, die letztlich den Auslöser für eine weitere Rally darstellen werden. |
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