Für den Inhalt dieser Seite ist der Emittent verantwortlich

DAX Sentiment-Index: Von Risikohunger keine Spur

DAX SENTIMENT INDEX

Von Risikohunger keine Spur

Wenn große deutsche Parteien sich streiten oder ungewohnte Einigkeit zeigen, geht es meistens um viel Geld. Am vergangenen Wochenende wunderten sich die Kommentatoren über die politische Eintracht, die plötzlich in Berlin zu spüren war. Der Grund: Es ging tatsächlich um Geld. Der gemeinsame Schlachtruf von CDU, SPD und FDP lautete: Wir besorgen zur Krisenbewältigung Geld aus den Ländern, in denen es eigentlich nichts mehr zu holen gibt - den Euro - Peripheriestaaten. Und dort wiederum von denen, die noch etwas haben - den Millionären. Ob diese Maßnahme nun elegant als Vermögensabgabe oder eher schroff als Zwangsanleihe deklariert wird, ist aber noch genauso unklar, wie der mögliche Zugriff auf diese Guthaben. Klar ist lediglich, dass reichlich Kapitalquellen vorhanden sind. Italien steht, was die Zahl der Millionäre angeht, beispielsweise weltweit an siebter Stelle. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Maßnahme, sollte sie je zum Tragen kommen, die Eurokrise lösen wird. Genauso unwahrscheinlich ist, dass die Finanzmarktteilnehmer sich auf solche Vorschläge verlassen und sich deshalb wieder risikoreicheren Anlagen widmen. Derzeit sieht es eher nach Defensive und Orientierungslosigkeit aus. Positive Fundamentaldaten blieben in der Berichtswoche aus. Überraschungen seitens Politik und Notenbank auch. Der Ausblick, den Fed-Chef Ben Bernanke gestern bot, lässt sich ebenfalls in die Kategorie unklar und trüb stecken. Entsprechend machte sich etwas Enttäuschung breit. Was die Aktieninvestoren angeht, haben viele aber derzeit ohnehin keinen Drang, die Dinge positiv zu sehen - erst recht nicht, nach der jüngsten Ratingklatsche die Italien erteilt wurde. Es scheint eher, als ob man sich im Aktienmarkt langsam aber sicher, auf Dürre im Sommer und Gewitter im Herbst einrichtet. Optimismus ist jedenfalls weder international noch in heimischen Gefilden zu spüren. Die jüngste Erhebung der Börse Frankfurt bestätigt unsere Einschätzung. Das kurze Aufflackern, das vergangene Woche in der Zuversicht der Marktteilnehmer erkennbar war, hat sich wie vermutet nicht als nachhaltig erwiesen, sondern war rein technischer Natur. Diejenigen, die sich nach dem letzten EU-Gipfel, Ende Juni/Anfang Juli, auf die Verkäuferseite geschlagen haben, korrigierten eine Woche später ihre Positionierung; deswegen bildete sich vergangenen Mittwoch auch leichter Optimismus. Davon ist heute nicht mehr viel übrig. Erdrückende Gründe gab es hierfür, abgesehen von den üblichen Euro-Untergangsszenarien, in der Berichtswoche natürlich nicht. Man hätte sogar die DAX-Performance - immerhin ein Plus von 4 Prozent seit dem Berichtswochen-Tief am vergangenen Donnerstag - positiv hervorheben können. Nur wollte das keiner. Stattdessen finden es viele Akteure merkwürdig, dass deutsche Aktien nun knapp unter ihrem Zweieinhalb-Monats-Hoch notieren - für einige ein erneuter Verkaufsgrund. Auch etwas anderes fällt auf: Obgleich der DAX derzeit etwas näher an der 7.000er als an der 6.000er Marke handelt, reden die meisten Marktbeobachter, wenn überhaupt, nur von der Möglichkeit wieder unter letztgenanntes Niveau zu fallen. Schwache Kurse passen scheinbar besser ins Konzept. Die jüngsten Bären werden aber vermutlich nicht lange an ihren Positionen festhalten. Denn sie versuchen nur, ihre Verkaufsstrategie von Ende Juni zu wiederholen. Dabei dient das Juli-Hoch, das kurz darauf bei 6.641 markiert wurde, wahrscheinlich als Referenzpunkt und somit als Verlustbegrenzung. Für den DAX dürfte es bei den derzeit dünnen Umsätzen daher ein Leichtes sein, die Bären zum Einlenken zu zwingen.

Die gesamten DAX und TecDAX Sentiment-Index erhalten Sie kostenfrei auf WGZ-Zertifikate.de.

Selbstverständlich können Sie sich auch für den Newsletter kostenlos bei uns registrieren!

Börse TV: Schärfen Sie Ihren Blick für die Märkte mit Behavioral Finance. Jetzt WGZ Cognitrend TV einschalten.

Entdecken Sie die Zertifikate der WGZ BANK.
•  Aktienanleihen
•  Express-Zertifikate
•  Bonus-Zertifikate
•  Discount-Zertifikate
Kontakt
WGZ BANK AG
Zertifikate-Infoline:+ 49 211 778-1334
zertifikate@wgzbank.de
Adresse
Ludwig-Erhard-Allee 20
40227 Düsseldorf
Rechtliche Hinweise:
Die in diesem Dokument zum Ausdruck gebrachten Meinungen geben die Einschätzung von Cognitrend zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Dieses Dokument ist kein Angebot, keine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes oder eine Empfehlung zur Vornahme einer Anlageentscheidung. Das Dokument dient nur ihrer Information. Es ersetzt nicht die Beratung durch einen Anlageberater. Bevor Sie irgendeine Anlageentscheidung treffen und ausführen, sollten sie eine unabhängige Bewertung der Geeignetheit der Anlageentscheidung in Bezug auf Ihre persönlichen Ziele und unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Umstände durchführen, innerhalb derer Sie auch die Risiken der Anlageentscheidung mitberücksichtigen. Sie sollten ebenfalls in Erwägung ziehen, den Rat Ihres Anlageberaters einzuholen. Cognitrend übernimmt für Anlageentscheidungen, die auf der Grundlage dieser Analyse durchgeführt wurden, keine Haftung.

WGZ BANK AG

StraßeLudwig-Erhard-Allee 20
OrtD-40227 Düsseldorf
Telefon+49 (211) 778-1334
Internetwww.wgz-zertifikate.de
E-Mailzertifikate@wgzbank.de