Insider Insights: Europa ist auf dem Weg in den Startup-Olymp!

Insider Insights: Europa ist auf dem Weg in den Startup-Olymp!

, aktualisiert 18. April 2016, 16:06 Uhr
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Kommt der nächste Internetriese aus Europa?

von Christian MieleQuelle:Handelsblatt Online

Die größten Technologieunternehmen der Welt kommen derzeit noch aus den USA. Das muss nicht so bleiben, sagt Investor Christian Miele. Vielen europäischen Gründern stehe der Aufstieg in den Olymp bevor.

Als Startup-Investor reise ich viel. Es ist mein Job, in den entlegensten Orte Europas die besten Unternehmer und ihre Ideen zu finden, die wir mit dem Geld unseres Fonds unterstützen können. Jeden Tag treffe ich auf diesen Reisen fantastische und inspirierende Gründer und habe das große Glück mich mit ihnen austauschen zu dürfen. Und eines kann ich euch sagen: In den nächsten Jahren werden wir gigantische Neugründungen in Europa erleben, die Google, Facebook oder Apple in Nichts nachstehen - und vielleicht sogar noch größer werden als ihre US-amerikanischen Vorbilder.

Wie ich zu meiner optimistischen Prognose komme? Am Anfang dieser Entwicklungen steht immer das unternehmerische Talent. Mit der Anzahl fähiger Gründer, ist auch die Zahl der vielversprechenden Unternehmen immer weiter gestiegen. Wir erleben geradezu einen Gründer-Hype. Aktuelle Studien belegen, dass ambitionierte und talentierte Menschen immer häufiger den Weg ins Unternehmertum finden und diesen Berufszweig für sich entdecken - in ganz Europa, ohne Ausnahme. Wenn die intelligentesten und fähigsten Menschen gründen, ist es kein Wunder, dass immer bessere Firmen auf den Markt drängen. 

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Alleine die Menge an innovativen Ideen zeigt, dass uns ein großes Technologiezeitalter bevorsteht. Die Grundausrüstung unseres Technologiefortschritts, nämlich Internetbandbreite und Internetnutzung, haben ein neues Niveau erreicht. Schon heute haben Smartphones, soziale Netzwerke und Apps das Leben von uns Menschen durchdrungen. Technologie ist zum verlängerten Arm unseres täglichen Handelns geworden. Aber das ist nur der Anfang: Zukünftig lassen sich noch  komplexere Technologien und Geschäftsmodelle umsetzen, die unsere Leben noch gravierender verändern werden, als die Einführung des iPhones im Jahr 2007. Neue Finanzsysteme, neue Lebensmittel, neue Kommunikationsformen. Die Liste ist lang.

Talentierte Unternehmer und innovative Ideen sind Grundlage einer jeden Ökonomie. Damit sie sich entwickeln, brauchen sie Zugang zu den nötigen Finanzmitteln. Wenn man sich die großen Technologieunternehmen ansieht, lässt sich schnell feststellen, dass die meisten der Firmen auf ihrem Weg an die Spitze mit Hilfe von Venture Capital ausgestattet wurden. Da das Investitionsklima aktuell weltweit freundlich und offen gegenüber Startups ist und insbesondere in Europa viele neue Venture-Capital-Fonds entstehen, haben die Gründer in den kommenden Jahren ausreichend Kraftstoff für die Umsetzung ihrer Ideen.

Zähle ich die Unternehmer, ihre Ideen und das Geld im Markt zusammen, blicke ich voller Vorfreude in die Zukunft. Die Bedingungen für Startups und Gründer sind besser denn je und mit ein wenig Geduld werden wir die Startup-Früchte dieser Saat in Form von riesigen Unternehmen ernten. Ich habe keine Zweifel daran, dass bereits heute irgendwo ein europäisches Facebook oder Google oder Apple darauf wartet in den Startup-Olymp aufzusteigen. 

Christian Miele ist Investor beim globalen Venture Capital Fond e.ventures und Vorstandsmitglied des Bundesverbands Deutsche Startups. Miele symbolisiert den Dreh- und Angelpunkt zwischen der Old Economy und New Economy – dabei fühlt er sich Traditionen verbunden und Innovationen gegenüber verpflichtet. Alle zwei Wochen schreibt Miele die Kolumne „Insider Insights” aus dem Herzen der Gründerszene für Deutschlands führende Wirtschafts- und Finanzzeitung Handelsblatt.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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