Insolvenzverfahren eröffnet: Zukunft von Solarworld liegt in fremder Hand

Insolvenzverfahren eröffnet: Zukunft von Solarworld liegt in fremder Hand

, aktualisiert 01. August 2017, 13:03 Uhr
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Aus dem gesamten Vorstand ist nur noch Chef Asbeck übriggeblieben.

Quelle:Handelsblatt Online

Bei Solarworld wurde das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet. Alle Vorstandsmitglieder bis auf Chef Asbeck haben das Unternehmen verlassen. Zwei Werke sollen nun schnellstmöglich verkauft und Jobs gerettet werden.

FrankfurtInsolvenzverwalter Horst Piepenburg hat bei Solarworld nun das alleinige Sagen. Das Amtsgericht Bonn habe am Dienstag offiziell das Insolvenzverfahren eröffnet, teilte Solarworld mit. Bis auf Vorstandschef Frank Asbeck erklärten daraufhin alle Vorstandsmitglieder – darunter Finanzchef Philip Koecke – ihren Rücktritt. Auch Firmengründer Asbeck kann allerdings Piepenburg nur noch zuarbeiten, alle Entscheidungen trifft nun der Insolvenzverwalter.

Für den erfahrenen Sanierer Piepenburg tickt nun die Uhr. Er muss den geplanten Verkauf der beiden Produktionsstandorte in Freiberg (Sachsen) und Arnstadt (Thüringen) rasch unter Dach und Fach bringen. Denn mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zahlt die Arbeitsagentur nicht mehr wie in den vergangenen drei Monaten die Löhne der 1800 verbliebenen Solarworld-Mitarbeiter, und die Erlöse reichen nicht aus, um die Personalkosten zu decken. Nach Informationen aus Finanzkreisen will die Qatar Foundation, die hinter dem Solarworld-Großaktionär Qatar Solar steht, die beiden Werke übernehmen, um ihr Engagement in der Solarindustrie in Deutschland zu retten. Laut Piepenburg will der neue Eigentümer 450 Mitarbeiter übernehmen.

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Die Aktionäre dürfen aus dem Verkauf der beiden Werke und der Produktion in den USA allerdings nicht mit Erlösen rechnen, wie Piepenburg klarmachte. „Nach derzeitigem Kenntnisstand“ sei das ausgeschlossen; „das Geld geht komplett an die Gläubiger.“ Die Solarworld-Aktie notierte am Dienstag trotzdem bei 1,55 Euro – fünf Prozent unter Vortagsschluss.

Quelle:  Handelsblatt Online
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