IT-Systeme: Update für Bestandsanlagen

IT-Systeme: Update für Bestandsanlagen

, aktualisiert 25. April 2016, 15:07 Uhr
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Moderne Maschinen müssen vernetzt werden - und brauchen Updates.

von Manuel HeckelQuelle:Handelsblatt Online

Der Maschinenpark von heute ist vernetzt. Mit einem Update können auch alte Maschinen fit für die Industrie 4.0 gemacht werden. Das ist eine Herausforderung für moderne IT-Systeme.

KölnDie Erwartungen an vernetzte Maschinen und Anlagen sind groß: 79 Prozent der Unternehmen sind sicher, dass Industrie 4.0 die gewohnten Produktionsprinzipien drastisch verändern wird. Das ergab kürzlich eine Umfrage des Softwarehauses Felten Group. Gleichzeitig stimmte ein ähnlich hoher Prozentsatz der über 300 befragten Unternehmensvertreter der Aussage zu, das Thema sei noch voller offener Fragen.

Eine Hürde in der Praxis sind die Investitionszyklen, die bei Maschinen ungleich länger als bei Software sind. Für die vernetzte Produktion entscheidend ist es deswegen, Bestandsanlagen anzubinden. Helfen sollen dabei neue Generationen sogenannter Manufacturing-Execution-Systeme (MES) - sie bilden eine Art Betriebssystem für den Maschinenpark.

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Die IT-Systeme dienen dabei als Übersetzer für die Daten von Geräten verschiedener Hersteller und Generation. „Wir können gerne mehrere Standards haben, aber die müssen miteinander sprechen können“, sagt Markus Diesner, Produktmarketingmanager des MES-Spezialisten MPDV.

Die Anbieter versprechen, durch regelmäßige Updates die Funktionen ständig zu erweitern. Im Fokus steht dabei die Verarbeitung und Auswahl der riesigen Datenmengen, die manche Maschinen heute schon zur Verfügung stellen. Erste Anbieter rücken daher näher an die einzelne Maschine heran und installieren ihre Applikation dort. In das Netzwerk werden dann nur noch die Analyseergebnisse übermittelt. „Dort übernehmen die Anwendungen die Vorverarbeitung“, erklärt Markus Schwarz, Geschäftsführer des Anbieters Nemetris.

Skeptisch schauen viele potenzielle Anwender darauf, dass die Vernetzung zunehmend über die Cloud erfolgt. Das erleichtert zwar die Softwareaktualisierung, stellt aber ein mögliches Einfallstor für Angreifer dar. Mittelfristig ist der Datenaustausch über externe IT-Plattformen für viele Betriebe indes kaum vermeidbar, sagt Schwarz: „Die Kollaboration ist ein wesentlicher Bestandteil für die vernetzte Industrie, da kann man nichts am Werkstor abschotten.“ 

Quelle:  Handelsblatt Online
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