Italiens Banken-Krise: EZB hält Problem fauler Kredite für lösbar

Italiens Banken-Krise: EZB hält Problem fauler Kredite für lösbar

, aktualisiert 15. Juli 2016, 10:13 Uhr
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Der Schriftzug der italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena ist auf dem Schaufenster einer Filiale in Rom zu sehen. Faule Kredite belasten Italiens Geldhäuser.

Quelle:Handelsblatt Online

Die jahrelange Wirtschaftsflaute macht italienischen Banken zu schaffen – sie ächtzen unter der Last fauler Kredite. EZB-Bankenwächter Ignazio Angeloni findet, das sei kein landesweites und zudem ein lösbares Problem.

FrankfurtDie Schwierigkeiten italienischer Geldhäuser mit faulen Krediten können nach Einschätzung der EZB-Bankenaufsicht gelöst werden. Es gebe kein spezifisches oder landesweites Problem mit Italien, betroffen seien einige Institute, sagte EZB-Bankenwächter Ignazio Angeloni der italienischen Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore”, das die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag auf der Internetseite der Aufsicht veröffentlichte. „Das Problem der notleidenden Kredite kann bewältigt werden, sollte aber nicht unterschätzt werden”, sagte Angeloni.

Die faulen Kredite sind auch eine Folge der jahrelangen Wirtschaftsflaute im Land und belasten die ohnehin schon schwache Profitabilität der Institute. Schätzungen zufolge sitzen italienische Geldhäuser auf Problemdarlehen im Volumen von 360 Milliarden Euro. Der Bankensektor des Landes hatte 2014 beim großen EZB-Stresstest am schlechtesten abgeschnitten.

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Angeloni zufolge reicht der unlängst eingerichtete Bankenrettungsfonds Atlante nicht aus, um in allen Fällen einzugreifen, bei denen Geld zum Aufkauf notleidender Darlehen oder zur Kapitalstützung der Institute benötigt wird. Den Fonds zu verstärken, vor allem durch Gelder von Privatinvestoren außerhalb des italienischen Bankensektors, sei deshalb wünschenswert. „Ich denke auch, dass eine Präsenz internationaler Investoren ein gutes Signal wäre”, sagte Angeloni.

Quelle:  Handelsblatt Online
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