ITB-Fluglinien ändern Strategie: Mehr Spanien, weniger Türkei

ITB-Fluglinien ändern Strategie: Mehr Spanien, weniger Türkei

, aktualisiert 10. März 2016, 20:33 Uhr
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Viele Touristenregionen in Spanien ächzen unter dem Besucheransturm – stellenweise gibt es keine freien Hotelbetten mehr.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Flüchtlingskrise kostet Griechenland und die Türkei nicht nur Geld, sondern auch Touristen. Die Fluglinien auf der Flugmesse ITB bauen daher ihr Streckennetz um. Ein großes Problem: Unterkünfte in den Zielländern.

BerlinWegen der rückläufigen Reisebuchungen für die Türkei und Griechenland bauen Fluggesellschaften ihr Streckennetz um. „Wir haben unsere Strategie angepasst“, sagte David Garcia Blancas, der bei der spanischen Vueling für das Tagesgeschäft zuständig ist, am Donnerstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Statt der beiden Länder im östlichen Mittelmeer seien nun besonders Portugal, Spanien und die Kanarischen Inseln gefragt bei Urlaubern. Die Airline, die zum Luftfahrtkonzern British Airways-Iberia gehört, hat ihren Heimatflughafen in Barcelona.

Einen ähnlichen Trend macht Vueling-Rivale Transavia aus. „Wir reduzieren die Kapazitäten nach Griechenland und in die Türkei deutlich“, sagte Roy Scheerder, Manager bei der Günstig-Fluglinie aus Amsterdam. Es gebe auch einen positiven Effekt, da für Flüge nach Spanien höhere Preise verlangt werden könnten. „Doch ab einer gewissen Höhe buchen die Leute nicht mehr, sondern bleiben zu Hause.“ Es sei deshalb sehr unsicher, wie sich die Geschäfte in der umsatzstarken Sommersaison entwickeln werden.

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Aus Sicht von Blancas gibt es noch ein weiteres Problem. „Wir haben mit unseren Flugzeugen genug Transport-Kapazitäten, aber es gibt vor Ort in Spanien teilweise keine freien Hotelzimmer mehr“, sagte er. Die Lage sei so angespannt, dass Privathäuser in Hotels umgewandelt werden. Trotz der Engpässe will die Fluglinie mit 110 Jets dieses Jahr 28 Millionen Passagiere befördern – vier Millionen mehr als 2015.

Reisende aus Deutschland machen um Griechenland derzeit wegen der Flüchtlinge auf den Inseln und in Großstädten einen Bogen. Die Buchungen für die Türkei sind wegen des Bombenanschlags in Istanbul im Januar, bei dem zwölf deutsche Touristen getötet worden waren, massiv eingebrochen. Der türkische Tourismusminister Mahir Ünal machte auf der ITB aber eine Erholung aus.

Quelle:  Handelsblatt Online
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