IWF drängt Gläubiger: Athen benötigt für Schuldendienst sehr niedrige Zinsen

IWF drängt Gläubiger: Athen benötigt für Schuldendienst sehr niedrige Zinsen

, aktualisiert 19. Mai 2016, 19:03 Uhr
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Am 24. Mai treffen sich die Finanzminister der Euro-Zone, um über einen Restrukturierungsplan für die griechischen Schulden zu beraten.

Quelle:Handelsblatt Online

Das Schuldendrama in Griechenland ist nicht vorbei. Noch immer ächzt das Land unter hohen Zinsen und knappen Rückzahlungsfristen. Der IWF fordert nun, die Tilgungszeit zu verlängern – und eine Absenkung des Zinssatzes.

WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) drängt bei der Diskussion über Schuldenerleichterungen für Griechenland auf längere Rückzahlungsfristen. Zudem forderte der Fonds „sehr niedrige Zinsen“ für Athen. Nach Gesprächen mit den europäischen Partnern sei der Fonds zu dem Schluss gekommen, dass Griechenlands Schuldentragfähigkeit wiederhergestellt werden könne, sagte IWF-Sprecher Gerry Rice bei einer Konferenz am Donnerstag. Ein Schuldenschnitt sei nicht notwendig, jedoch müsse man dem Land bei den Rückzahlungsbedingungen deutlich entgegenkommen. Die Finanzminister der Euro-Zone werden sich voraussichtlich am 24. Mai treffen, um einen Restrukturierungsplan für Griechenland auszuarbeiten, der die Beteiligung des IWF sicherstellen könne.

Der Fonds pocht darauf, dass Griechenland bei seinen Schulden von über 300 Milliarden Euro entlastet wird. Von Athen verlangt der IWF Abstriche bei den Pensionen und die Abschaffung von Steuerbefreiungen. Europäische Zentralbank (EZB), EU-Kommission und IWF haben Griechenland in insgesamt drei Rettungspaketen im Gesamtvolumen vor mehreren hundert Milliarden Euro vor dem Staatsbankrott bewahrt. Dafür musste sich das Land aber unter anderem zu einschneidenden Sozial-Reformen, Ausgabenkürzungen und Steueranhebungen verpflichten.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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