IWF erhöht Prognose: Chinas Industrie produziert mehr

IWF erhöht Prognose: Chinas Industrie produziert mehr

, aktualisiert 14. Juni 2017, 10:45 Uhr
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Experten rechnen damit, dass die Regierung ihr Wachstumsziel von 6,5 Prozent erreichen wird.

Quelle:Handelsblatt Online

Widersprüchliche Konjunktursignale aus China: Die Produktion steigt deutlich an, der Bauboom ebbt ab. Der IWF rechnet trotzdem mit mehr Wachstum und hob seine seine Prognose an.

PekingDie weltweit zweitgrößte Wirtschaftsmacht China sendet widersprüchliche Konjunktursignale: Einerseits steigerte die Industrie ihre Produktion überraschend deutlich, andererseits wachsen die Investitionen in Immobilien deutlich langsamer, während der Umsatz der Einzelhändler konstant wächst. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hob dennoch seine Wachstumsprognose für dieses Jahr an.

Die Industriebetriebe stellten im Mai 6,5 Prozent mehr her als vor Jahresfrist, wie das Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Zuwachs von 6,3 Prozent gerechnet. Besonders der Bauboom, den die Regierung mit Investitionen in die Infrastruktur anheizt, half den Unternehmen. Dadurch verdoppelte sich der Absatz von Baggern. Große Lagerbestände und langsamer steigende Preise dürften das Wachstum aber künftig bremsen, erwartet Ökonom Louis Kuijs von Oxford Economics in Hongkong.

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Vom Immobilienmarkt kommen bereits Signale einer Abkühlung. Die Investitionen in Wohnungen stiegen um Mai nur noch um 7,2 Prozent, nachdem es im April noch ein Plus von 9,6 Prozent gegeben hatte. Bei den Baubeginnen halbierte sich das Wachstum mit 5,2 Prozent nahezu. Auch die gesamten Anlageinvestitionen zogen von Januar bis Mai mit 8,6 Prozent vergleichsweise schwach an. Die Einzelhändler schafften dagegen ein stabiles Wachstum: Ihre Umsätze kletterten im Mai erneut um 10,7 Prozent.

Experten rechnen damit, dass die Regierung ihr Wachstumsziel von 6,5 Prozent in diesem Jahr erreichen wird. Der IWF hob seine Prognose von 6,6 auf 6,7 Prozent an. Für 2018 bis 2020 erwartet er ein durchschnittliches Wachstum von 6,4 Prozent. Die Regierung sollte Reformen vorantreiben, um Risiken eines Abschwungs vorzubeugen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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