Jahrelanger Rechtsstreit : Schickedanz-Prozess vor Einigung

Jahrelanger Rechtsstreit : Schickedanz-Prozess vor Einigung

, aktualisiert 21. April 2016, 10:43 Uhr
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Die Quelle-Erbin fühlt sich von der Privatbank Sal. Oppenheim hereingelegt.

Quelle:Handelsblatt Online

Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz hatte 2012 die Deutsche Bank auf eine Milliardensumme verklagt. Jetzt soll der Rechtsstreit durch einen Vergleich beendet werden.

Frankfurt/DüsseldorfDie Deutsche Bank und die Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz wollen ihren milliardenschweren Rechtsstreit mit einer außergerichtlichen Einigung beilegen.

Schickedanz hatte 2012 ihre ehemalige Hausbank Sal. Oppenheim, die 2009 von der Deutschen Bank übernommen wurde, und ihren Berater Josef Esch vor dem Kölner Landgericht auf rund 1,9 Milliarden Euro verklagt. Sie wirft beiden vor, sie falsch beraten und so um große Teile ihres Vermögens gebracht zu haben. Schickedanz hatte sich in großem Stil an KarstadtQuelle und dem daraus hervorgegangenen Arcandor-Konzern beteiligt - und hatte die Aktien teils auf Kredit finanziert.

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Dann rutsche Arcandor in die Pleite. Schickedanz geriet unter Druck und musste sich von Immobilien trennen, um Verluste zu begrenzen.

Laut einer Sprecherin des Landgerichts Köln gebe es nun ernsthafte Vergleichsverhandlungen. Diese hätten aber noch nicht zu einem Ergebnis geführt, deshalb bleibe ein für den kommenden Dienstag vor dem Gericht anberaumter Verfahrenstermin zunächst bestehen.

"Süddeutsche Zeitung" und WDR hatten zuerst über die Vergleichsgespräche berichtet. Dem Blatt und dem Sender zufolge hätten sich die Parteien in den Gesprächen aufeinander zubewegt. Es gebe allerdings noch einige offene Punkte, die zu klären seien, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Als Vermittler agiere der umtriebige Investor Clemens Vedder, der schon häufiger als Schlichter bei Wirtschaftsverfahren zum Einsatz kam.

Die Deutsche Bank wollte sich zunächst nicht äußern. Von den Anwälten der Quelle-Erbin Schickedanz war am Morgen keine Stellungnahme zu erhalten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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