Japan: Notenbank bleibt trotz niedriger Inflation gelassen

Japan: Notenbank bleibt trotz niedriger Inflation gelassen

, aktualisiert 05. Juli 2017, 13:41 Uhr
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Die Wirtschaft legt trotz geringer Inflation zu.

Quelle:Handelsblatt Online

Laut Insidern sieht die japanische Notenbank die Wirtschaft des Landes in guter Form – trotz zu niedriger Preissteigerungen. Daher wird bei der nächsten Zinssitzung wohl eher nur positiv in die Zukunft geblickt.

TokyoTrotz hartnäckig niedriger Inflation will Japans Notenbank Insidern zufolge den Geldhahn vorerst nicht weiter aufdrehen. „Die Wirtschaft ist gut in Form. Daher können wir abwarten, bis die positiven Effekte auf die Preise durchschlagen“, sagte eine der mit den Plänen der Zentralbank vertrauten Personen zur Nachrichtenagentur Reuters. Demnach dürften die Währungshüter auf ihrer nächsten Zinssitzung am 19. und 20. Juli die Füße stillhalten und zugleich einen positiveren Konjunkturausblick geben. Die Wirtschaft hatte im ersten Quartal um aufs Jahr hochgerechnet ein Prozent zugelegt. Getrieben wurde das Wachstum vom Export und vom Konsum.

Allerdings blieben die Preissteigerungen im Mai mit 0,4 Prozent in der sogenannten Kernrate – also ohne verderbliche Lebensmittel – weit hinter dem Zielwert der Währungshüter von zwei Prozent zurück. Den Insidern zufolge dürfte die Notenbank ihre Inflationsprognose für das im März angelaufene Haushaltsjahr daher kassieren. Im April hatte sie einen Wert von 1,4 Prozent angepeilt, der aus Sicht vieler Ökonomen jedoch nicht annähernd erreicht werden dürfte. Auf breiter Front fallende Preise hatten die japanische Wirtschaft lange gelähmt. Die Notenbank schiebt die Konjunktur seit Jahren kräftig an: Sie kauft Anleihen und andere Wertpapiere im Volumen von jährlich 80 Billionen Yen – umgerechnet rund 642 Milliarden Euro. Anders als in den USA sind Zinserhöhungen derzeit kein Thema.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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