Jozef Makuch: EZB-Ratsmitglied sieht bei Strafzinsen kaum noch Spielraum

Jozef Makuch: EZB-Ratsmitglied sieht bei Strafzinsen kaum noch Spielraum

, aktualisiert 29. März 2016, 16:07 Uhr
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Die europäischen Währungshüter haben unlängst alle drei Hauptzinsen gesenkt.

Quelle:Handelsblatt Online

EZB-Ratsmitglied Jozef Makuch glaubt, dass das Instrument Strafzinsen für Geschäftsbanken fast ausgereizt ist. Negative Zinsen würden als geldpolitisches Mittel eher im Verbund mit anderen Werkzeugen wirken.

BratislavaEZB-Ratsmitglied Jozef Makuch sieht bei Strafzinsen für Geschäftsbanken kaum noch Spielraum für eine weitere Verschärfung. "Ich persönlich glaube, dass das Instrument fast ausgereizt ist", sagte der Notenbank-Gouverneur der Slowakei am Dienstag in Bratislava. Eine weitere Senkung der Zinsen würde immer geringere Wirkungen nach sich ziehen. Für die Zukunft sei dies vor allem als ein psychologisches Instrument zu betrachten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte unlängst alle drei Hauptzinsen gesenkt. Der sogenannte Einlagensatz wurde dabei auf minus 0,4 Prozent von zuvor minus 0,3 Prozent gesetzt. Damit müssen Geldhäuser in der Euro-Zone noch mehr Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der EZB über Nacht überschüssiges Geld parken. Makuch zufolge wirken negative Zinsen als geldpolitisches Mittel vor allem im Verbund mit anderen Werkzeugen. "Es würde wahrscheinlich als isoliertes Instrument keinen Sinn machen."

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Quelle:  Handelsblatt Online
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