JP Morgan: Hunderte Mitarbeiter sollen London verlassen

JP Morgan: Hunderte Mitarbeiter sollen London verlassen

, aktualisiert 03. Mai 2017, 11:54 Uhr
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Die US-Großbank will den Zugang zum EU-Finanzmarkt nicht verlieren. Dafür sollen sich die Mitarbeiter von London Richtung Frankfurt, Dublin und Luxemburg bewegen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Investmentbank JP Morgan Chase bereitet sich auf den Brexit vor. Hunderte Mitarbeiter könnten innerhalb kürzester Zeit von London nach Dublin, Luxemburg oder Frankfurt versetzt werden, so Spitzenmanager Daniel Pinto.

DüsseldorfDie US-Großbank JP Morgan Chase plant, Hunderte ihrer Mitarbeiter aus London abzuziehen. Diese sollen künftig in den erweiterten Büros der Bank in Dublin, Frankfurt und Luxemburg arbeiten, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Investmentbank bereitet sich darauf vor, dass Großbritannien infolge des Brexit den Zugang zum EU-Finanzmarkt verlieren könnte.

Man werde die bereits vorhandenen drei Niederlassungen der Bank in Europa nutzen, sagte JP Morgan-Spitzenmanager Daniel Pinto. „Wir werden Hunderte Mitarbeiter kurzfristig versetzen müssen, um für den Tag bereit zu sein, an den die Brexit-Verhandlungen zu Ende gehen“, sagte er. Erst, wenn das geschafft sei, werde man sich auf die langfristigen Ziele konzentrieren.

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Die Bank spielt seit Längerem mit dem Gedanken, ihre Mitarbeiter an andere Standorte als London, zu versetzen. Noch vor dem Referendum im Juni vergangenen Jahres teilte JP Morgan-Chef Jamie Dimon den britischen Mitarbeitern mit, dass im Falle eines Brexit gut 4000 von ihnen an andere Standorte versetzt werden könnten.

JP Morgan ist nicht die einzige Bank, welche derzeit ihre Standortstrategie ändert. So teilte die Deutsche Bank in der vergangenen Woche mit, gut 4000 Mitarbeiter aus London abzuziehen. Auch Goldman Sachs und Barclays gaben ähnliche Pläne bekannt. Frankfurt und Dublin sind derzeit die favorisierten Standorte. So ziehen Standard Chartered und Barclays die irische Hauptstadt für ihre neuen Hauptquartiere in Erwägung, währen Goldman Sachs und Morgan Stanley Frankfurt bevorzugen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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