Julius Bär: Erfolgreich bei Konkurrenten gewildert

Julius Bär: Erfolgreich bei Konkurrenten gewildert

, aktualisiert 17. November 2016, 12:19 Uhr
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Mehr Kundenberater, mehr betreutes Vermögen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Schweizer Privatbank Julius Bär hat neue Berater eingestellt und damit Erfolg. Das verwaltete Vermögen zieht deutlich an, die selbst gesteckten Ziele liegen in Reichweite.

ZürichFür die Schweizer Privatbank Julius Bär macht sich die Welle an Neuanstellungen bei Kundenberatern bezahlt. In den ersten zehn Monaten des Jahres sammelte das Institut bei der Kundschaft Neugelder von knapp vier Prozent des Bestandes ein, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Damit rückt das Ziel, die Neugelder mittelfristig um jährlich vier bis sechs Prozent zu steigern, in Reichweite. Zum Halbjahr lag das Plus bei 3,7 Prozent.

Bär war in den vergangenen Jahren vor allem über Zukäufe gewachsen und hatte so Boden auf die beiden größeren Rivalen UBS und Credit Suisse gut gemacht. Per Ende Oktober verwaltete das Institut ein Vermögen von 327 Milliarden Franken – rund neun Prozent mehr als Ende 2015.

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Im Juli hatte Bär angekündigt, im laufenden Jahr rund 120 neue Kundenberater anzuheuern und damit dreimal mehr als im Vorjahr. Das Institut wirbt sie mitunter von der schwächelnden Konkurrenz ab. Wenn die Berater die Bank wechseln, dann folgt ihnen üblicherweise auch ein großer Teil der Kunden – und Bär kann so die verwalteten Vermögen steigern.

Bislang wuchs die Zahl der Berater im laufenden Jahr um mehr als 150: Davon hatte Bär 115 neu eingestellt, während 44 durch die jüngsten kleineren Zukäufe zu der Bank stießen. Bis die neuen Mitarbeiter für die das Institut Gewinn abwerfen, dauert es jedoch für gewöhnlich mehrere Monate. Bei den Neugeldern erwartet Bär bereits im kommenden Jahr Fortschritte: Das Wachstum werde 2017 „klar im Zielbereich von vier bis sechs Prozent liegen“. Ob die Bank diese Bandbreite auch im laufenden Jahr erreicht, ließ sie offen.

Die Kunden selbst hielten sich im Sommer jedoch wegen des unsicheren wirtschaftlichen und politischen Umfelds mit Transaktionen zurück. Damit gehen den Vermögensverwaltern wichtige Gebühreneinnahmen verloren. Die Bruttomarge bei Bär verringerte sich daher in den ersten zehn Monaten auf knapp über 91 Basispunkte nach knapp 95 Basispunkten im ersten Halbjahr. Nach Einschätzung von Analysten entsprach das Ergebnis den Erwartungen. Die Bär-Aktie legte 0,4 Prozent zu.

Quelle:  Handelsblatt Online
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