Kaffee-Kette: Starbucks verkauft deutsche Cafés an Polen

Kaffee-Kette: Starbucks verkauft deutsche Cafés an Polen

, aktualisiert 20. April 2016, 12:42 Uhr
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144 Cafés der US-Kette werden künftig von einem polnischen Gastronomiekonzern betrieben.

von Christoph KapalschinskiQuelle:Handelsblatt Online

Starbucks hat die Erfolgsformel für Deutschland bislang noch nicht gefunden. Jetzt machen die Amerikaner einen radikalen Schnitt. Die 144 deutschen Cafés gehen an einen polnischen Gastronomie-Riesen.

HamburgDie Geschichte von der amerikanischen Kaffeekette Starbucks in Deutschland ist eine lange Suche nach dem richtigen Konzept. Zu Beginn verbündete sich Starbucks ausgerechnet mit dem kriselnden Warenhaus-Betreiber Karstadt. Nach dessen Insolvenz verguckten sich die Amerikaner in attraktive Innenstadtlagen – verdienten an den hochpreisigen Standorten jedoch wenig. Dann rief Starbucks eine Frühstücksoffensive auf, um die Deutschen schon morgens anzulocken. Neue Filialen an Autobahnen und Ausfallstraßen sollten Autofahrer locken. Zuletzt kündigte Starbucks an, in Rewe-Supermärkte gehen zu wollen.

Jetzt vollzieht Starbucks in Deutschland einen kompletten Wandel – und reduziert sein Risiko: Der Konzern verkauft seine 144 Läden hierzulande an einen polnischen Gastronomiekonzern, der bereits in Osteuropa die Marke Starbucks nutzt.

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Künftig wird AmRest Holdings die deutschen Filialen führen. In Osteuropa ist der Konzern ein Systemgastronomie-Riese: Er betreibt 900 Restaurants unter Marken wie KFC, Pizza Hut, Starbucks und Burger King. Auch in Deutschland sind die Polen bereits aktiv.

Für Starbucks ist die Zusammenarbeit mit Franchise-Partner nichts Neues: Die Mehrheit der 9000 Läden in der Region Europa, Nahost und Asien sei von Partnern betreiben, teilte Starbucks mit. Regional-Chef Kris Engskov sagte: „Wir haben in Deutschland in den vergangenen 14 Jahren ein beindruckendes Geschäft aufgebaut mit fast 2000 angestellten Partnern. Aber wir wissen, dass Deutschland ein viel größerer Markt für uns sein könnte und haben ambitionierte Pläne, um überall dort zu sein, wo unsere Kunden leben, arbeiten und reisen."

Quelle:  Handelsblatt Online
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